Josef von Nazareth

Nährvater Jesu

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 271 klicks

Heute ist der Festtag des heiligen Josef. Alle, die wie auch Benedikt XVI. nach diesem Heiligen benannt sind, feiern heute ihren Namenstag. 1497 wurde das Fest des heiligen Josef zum ersten Mal begangen. Papst Gregor XV. erklärte es 1621 zum gebotenen Festtag. Seit 1870 ist der heilige Josef der Schutzpatron der gesamten Kirche.

Josef war in Nazareth als Zimmermann tätig, und er war schon ein alter Mann, als er mit der jugendlichen Maria verlobt wurde. Noch vor der Eheschließung wurde Maria schwanger. Josef trug sich deshalb mit dem Gedanken, sie zu verlassen. Da erschien ihm im Traum ein Engel, der ihn anwies, Maria zu sich zu nehmen; das Kind sei vom Heiligen Geist.

Als Kaiser Augustus die Einwohner aufrief, sich zur Volkszählung in die jeweiligen Heimatorte zu begeben, war Maria bereits hochschwanger. Sie reiste mit Josef nach Bethlehem, da Josef aus dem Geschlecht des Königs David stammte. In Bethlehem kam Maria nieder, und nachdem die Weisen abgereist waren, floh Josef mit ihr und dem Neugeborenen, dem er den Namen „Jesus“ gegeben hatte, vor König Herodes nach Ägypten. So hatte ihm ein Engel im Traum gedeutet. Nach dem Tod des Königs kehrte die Familie nach Nazareth zurück. Die außerbiblische Überlieferung berichtet von einem ruhigen Leben: Josef nahm seine Tätigkeit als Zimmermann wieder auf und sorgte für den Unterhalt der Familie. Über den Tod des heiligen Josef sagt die Bibel nichts; es wird davon ausgegangen, dass Josef in Nazareth verstorben sei, bevor Jesus mit seinem öffentlichen Wirken begann.

In der bildenden Kunst wird der heilige Josef in der Regel als greiser Mann mit einem Bart dargestellt. Häufig werden ihm Werkzeuge als Attribute anbeigegeben, die auf seine Tätigkeit als Zimmermann verweisen. Die wohl älteste Darstellung des Heiligen stammt aus dem 11. Jahrhundert und befindet sich im „Weltenburger Martyrologium“. In der Regel wird Josef mit der Heiligen Familie sowie im Zusammenhang mit Szenen aus dem Leben Mariä oder Jesu dargestellt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich bei der Darstellung des heiligen Josef der Typus des arbeitsamen und fürsorglichen Familienvaters.