Joseph als Repräsentant der Würde der Arbeit

Im Marienmonat Mai in den Familien den Rosenkranz beten

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 358 klicks

Im Marienmonat Mai gemeinsam in den Familien den Rosenkranz beten, von Joseph, dem Nährvater Jesu die Würde und Bedeutung der Arbeit als Plan Gottes lernen, den Tag mit dem Gebet beginnen und beenden: dazu rief Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 1. Mai auf.

[Wir dokumentieren die offizielle deutsche Zusammenfassung seiner Katechese:]

Liebe Brüder und Schwestern, heute feiern wir den Gedenktag des heiligen Josef des Arbeiters und beginnen den Monat Mai, der in besonderer Weise der Gottesmutter Maria geweiht ist. Jesus, der Sohn Gottes, wird in eine menschliche Familie hineingeboren und wächst in ihr auf. Von seinem Nährvater Josef erlernt er dessen Handwerk, und so kennen ihn die Menschen in seiner Heimat Nazareth als Sohn des Zimmermanns (vgl. Mt 13,55). Dies unterstreicht die Würde und die Bedeutung der Arbeit. Schon im Schöpfungsbericht lesen wir, dass die Arbeit zum Plan der Liebe Gottes gehört. Durch die Arbeit nehmen wir teil am Werk der Schöpfung. Sie gibt uns Würde und macht uns Gott ähnlich, der stets am Werk ist (vgl. Joh 5,17). Angesichts der Schwierigkeiten in der Welt der Arbeit und der vielen Arbeitslosen braucht es mehr Solidarität und verstärktes Bemühen, die Beschäftigung zu fördern, denn dies heißt, sich um die Würde der Menschen zu kümmern. Vor allem den jungen Menschen sage ich: Nutzt diese wertvollen Jahre; scheut nicht Einsatz und Opfer und habt Vertrauen und Hoffnung. Im täglichen Tun von Josef und Maria bildet Jesus die Mitte ihrer Aufmerksamkeit. Sie begleiten das Aufwachsen des menschgewordenen Gottessohns und bedenken alles, was geschieht, im Herzen (vgl.Lk 2,19.51). Auch wir sollten lernen, ihn zu betrachten und seine beständige Gegenwart in unserem Leben wahrzunehmen. Er lädt uns ein, oft im Gebet mit ihm zu sprechen. Fragen wir uns, welchen Raum wir dem Herrn geben. Beginnen und beenden wir den Tag mit dem Gebet, um Gottes Liebe und Freundschaft zu erfahren, der uns nahe ist.

[Die deutschsprachigen Pilger grüßte der Papst auf Italienisch:]

Mit Freude heiße ich alle deutschsprachigen Pilger willkommen, insbesondere die vielen Schützen aus Deutschland. Wie Maria und Josef wollen wir in der Gegenwart des Herrn leben. Das Beten des Rosenkranzes hilft uns, an der Seite Marias die Geheimnisse des Lebens Jesu zu betrachten. Es wäre schön, gerade im Marienmonat Mai in den Familien gemeinsam den Rosenkranz zu beten. Das gemeinsame Gebet festigt das Familienleben. Beten wir wieder mehr in unseren Familien. Dann wächst der Glaube und kann der Herr in uns und durch uns wirken. Die Heilige Familie schütze euch alle.

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