„Jugendliche zeigten mir das strahlende Gesicht Kroatiens“

Papst bei Abschiedszeremonie: lebendige christliche Tradition des Volkes

| 1292 klicks

ZAGREB, 5. Juni 2011 (ZENIT.org). – Bei der Abschiedszeremonie am Fluhafen „Pleso“ in Zagreb sprach Papst Benedikt XVI. heute Abend noch einmal die verschieden Stationen seines zweitägigen Besuchs an und bedankte sich bei allen, die zu dem reibungslosen Ablauf beigetragen hatten. Er sei gekommen, um die pilgernde Kirche Kroatiens im Glauben zu stärken, so der Papst.

Er habe Gelegenheit gehabt, im Nationaltheater mit Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen einige Überlegungen auszutauschen; bei der Gebetsvigil am Samstagabend hätten die Jugendlichen ihm das „strahlende Gesicht Kroatiens“ gezeigt, der Zukunft zugewandt und vom Glauben erleuchtet. Das Gebet am Grab des seligen Kardinals Stepinac habe in besonderer Weise an alle erinnert, die aufgrund ihres Glaubens an das Evangelium gelitten hätten und auch heute noch litten.

Voll Freude sei er darüber, erlebt zu haben, wie lebendig die alte christliche Tradition des Volkes sei. Die Menschen hätten in ihm den Nachfolger Petri erkannt, der gekommen sei, um ihren Glauben zu stärken.

Diese kirchliche Vitalität werde sich positiv auch in der Gesellschaft auswirken. Der Papst äußerte den Wunsch, dass die Christen in einer Gesellschaft, in der feste Bezugspunkte zu fehlen schienen, die Seele der Nation sein könnten.

Schließlich vertraute Papst Benedikt die Nation und ihre Bewohner der Hand Gottes und der Jungfrau Maria an, die über dem geschichtlichen Weg des Landes und dem ganz Europas wachen möge, und erteilte allen seinen apostolischen Segen.