Kambodscha: Christen, Buddhisten und Muslime gedenken gemeinsam der Opfer des Genozids der Roten Khmer

Woche für Interreligiöse Harmonie

Rom, (ZENIT.org) | 901 klicks

Kambodschanische Christen, Buddhisten und Muslime sind in den vergangenen Tagen in einem kambodschanischen „killing fields“ in Choenung Ek zusammengekommen, um dort gemeinsam der unschuldigen Opfer zu gedenken, die unter dem Regime der Roten Khmer starben. Die Gedenkfeier für die Opfer des Völkermords fand im Rahmen der „Woche der interreligiösen Harmonie“ statt, während der auch gemeinsame Gebetsversammlungen, Begegnungen und Diskussionsrunden auf dem Programm standen. Bei ihrem Besuch in Choeung Ek pflanzten die Religionsvertreter zahlreiche Bäume auf dem Gelände des Vernichtungslagers.

Wie der Jesuitenorden dem Fidesdienst aus Kambodscha berichtet, nahmen an der Gedenkfeier zahlreiche Jugendliche der verschiedenen Religionsgemeinschaften und buddhistische Mönche größtenteils aus Phnom Penh teil.

Insgesamt wurden rund 50 kambodschanische „Rumdul“-Bäume (wissenschaftlicher Name: Mitrella mesnyi) gepflanzt, deren Blüten typischerweise drei Blätter von gelblicher Färbung besitzen. Besonders bekannt ist der Baum für seinen auch aus der Ferne zu riechenden besonderen Duft. „Der Duft des Rumdul soll zusammen mit unseren Gebeten alle kambodschanischen Brüder und Schwestern begleiten, die in den Vernichtungslagern in Choeung Ek ums Leben kamen“, so die Teilnehmer der Gedenkfeier.

Die interreligiöse Woche in Kambodscha ist von der „Internationalen Woche für interreligiöse Harmonie“ der Vereinten Nationen inspiriert.