Kambodscha: Erstes katholisches Gymnasium für alle eingerichtet

Katholische Schulen werden von buddhistischen Eltern sehr geschätzt

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ROM/TAKEO, 19. März 2010 (ZENIT.org).-In Takeo, rund 70 Kilometer südlich von Phnom Phen wurde jetzt das erste katholische Gymnasium eingerichtet, das Oberstufenschüler insbesondere in den Breichen Agronomie und Informatik ausbildet.

Es handelt sich um das erste ganz von der katholischen Kirche getragene weiterführende Institut in Kambodscha. Wie Vertreter der Ortskirche dem Fidesdienst berichten, nahmen an der feierlichen Einweihung hohe kambodschanische Regierungsvertreter, darunter der Premierminister, der Bildungsminister und der Minister für Landwirtschaft teil. Anwesend war auch der Apostolische Nuntius in Kambodscha, Erzbischof Salvatore Pennacchio.


Das Institut wurde auf Initiative des neuen Bischofskoadjutors in Phnom Penh, Olivier Schmitthaeusler, MEP, gegründet und soll das Wachstum und die soziale Entwicklung von jungen Menschen aus den ländlichen Gebieten begünstigen.


Der Apostolische Nuntius würdigte die Initiative in seiner Ansprache und dankte den Vertretern der Ortskirche und den kambodschanischen Autoritäten für die konstruktive Zusammenarbeit. Das Institut wird mit der Königlichen Universität für Agrikultur in Phnom Penh und mit dem Technischen Institut „Ngee An" in Singapur sowie mit anderen Instituten zusammenarbeiten.

Derzeit wird die Schule mit 24 Klassenzimmern, einer Bibliothek, einem Informatiksaal mit 100 Computerplätzen und modernster Ausrüstung von insgesamt 190 Schülern besucht.
„Die neue Schule", so Vertreter der Ortskirche zum Fidesdienst, „soll Jugendlichen eine umfassende Bildung vermitteln und zwar unter intellektuellen, menschlichen und geistlichen Gesichtspunkten."

Das Institut beherbergt auch eine kleine Kapelle, die im Rahmen eines Gottesdienstes mit Erzbischof Pennacchio eingeweiht wurde.

Der kambodschanische Bildungsminister dankte der Kirche für ihr Engagement im Bildungswesen zugunsten der neuen Generationen. In ihren Bildungseinrichtungen und Berufsschulen trägt die katholische Kirche in Kambodscha konkret zum Wachstum und zur sozialen und kulturellen Entwicklung junger Kambodschaner und damit zum Aufbau einer gerechten, offenen und freien Gesellschaf bei, die sich durch den Respekte der Menschenwürde und der Menschenrechte auszeichnet. Eine solche Vision inspiriert auch die Tätigkeit verschiedener religiöser Orden in Kambodscha, deren Bildungseinrichtungen, die sich durch Kompetenz und hohes Bildungsniveau auszeichnen, von den (größtenteils buddhistischen) Bürgern des Landes geschätzt wird, die für ihre Kinder mehr und katholische Schulen wählen.