Kampagne der Caritas Frankreich gegen die Ölausbeutung im Sudan

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PARIS, 14. Juni 2001 (ZENIT.org).- Die Caritas Frankreich (Secours Catholique) hat in Zusammenarbeit mit über 50 Nichtregierungsorganisationen eine europäische Kampagne gegen die Ölausbeutung im Sudan gestartet.



Durch diese Initiative "werden die in die Ausbeutung, Produktion und Vermarktung von Öl im Sudan verstrickten Ölfirmen eingeladen, unverzüglich ihre Aktivitäten zu unterbinden, bis die notwendigen Bedingungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden geschaffen und die Opfer der Zwangsdeportationen in ihre angestammten Gebiete zurückkehren können".

Die Organisationen, welche die Kampagne unterstützen, rufen auf diese Weise "jene ausländischen Ölfirmen auf, die nicht-aktive Konzessionen besitzen, wie zum Beispiel der Konzern Total-Fina-ELF, dass sie sich von allen Aktivitäten enthalten mögen, solange kein Friedensabkommen im Sudan unterzeichnet ist, und dass sie öffentlich jegliche Menschenrechtsverletzung verurteilen wie zum Beispiel die Bombardierung von zivilen Zielen und die Zwangsdeportierung der Bevölkerung".

Derzeit brauchen nach Angaben der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO drei Millionen Sudaner sofortige Nahrungshilfe. In Übereinstimmung mit der katholischen Nachrichtenagentur des Sudans (SCIO) wird die Bombardierung von zivilen Zielen fortgesetzt, was den offiziellen Erklärungen seitens der Regierung von Khartum vom 24. Mai widerspricht, die zugesagt hat, die Luftangriffe auszusetzen.

Die Caritas Frankreich erinnert daran, dass die Einnahmen durch Ölförderung einen Konflikt finanziell unterstützen, der bis heute die skandalöse Zahl von zwei Millionen Toten gefordert hat.