Kampagne der Caritas gegen den Hunger in der Welt

Botschaft des Papstes: Wir dürfen nicht wegschauen!

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 257 klicks

Am Montag begann die weltweite Anti-Hunger-Kampagne der Caritas mit einer Video-Botschaft von Papst Franziskus. In einer Presseerklärung gab Caritas Internationalis bekannt, die Kampagne unter dem Motto „Eine Menschenfamilie: Essen für alle“ habe zum Ziel, dem Hunger auf der Welt bis 2025 ein Ende zu setzen. Caritas-Generalsekretär Michel Roy schrieb in der Pressemeldung: „Hunger ist eine Katastrophe von weltweitem Ausmaß: Mehr als 842 Millionen Menschen sehen deshalb ihre Gesundheit, ihre Möglichkeiten und ihr Leben dahingehen, sie sehen ihre Kinder leiden, für etwas, das auf der Welt nicht einmal existieren sollte.“ Gemeinsam könne man das Ziel erreichen.

Papst Franziskus kündigte in seiner Video-Botschaft seine volle Unterstützung für das Projekt an. Es sei ein Skandal, dass heute noch fast eine Milliarde Menschen an Hunger leide. Er sagte, man dürfe den Blick nicht abwenden und wegschauen und so tun, als ob das Problem nicht existiere, denn die vorhandene Nahrung könnte alle Menschen auf der Welt sättigen.

Der Pontifex rief zu einer Zusammenarbeit mit den Armen auf, „damit alle durch ihre und unsere Arbeit ein würdiges Leben haben können.“ Man müsse den Armen und Leidenden eine Stimme geben, „damit diese Stimme ein Schrei wird, der von der gesamten Welt gehört wird!“ Er sehe die Kampagne als eine Einladung an alle, sich des eigenen Verhaltens bewusst zu werden und den Umgang mit den Ressourcen zu überdenken. Die Kampagne sei ein Ansporn, damit aufhören zu glauben, dass die täglichen Handlungen keinen Einfluss auf das Leben jener hätten, die in der Nähe und in der Ferne an Hunger litten. So der Papst: „Teilen wir das, was wir haben, in christlicher Güte mit all jenen, die gezwungenermaßen so viele Hindernisse haben, dieses so grundlegende Bedürfnis zu stillen.“

Abschließend sagte Papst Franziskus: „Bitten wir Gott darum, dass er uns die Güte schenkt, eine Welt zu sehen, in der niemand wegen Hunger stirbt. Indem wir um diese Güte bitten, erteile ich euch meinen Segen.“