Kapellenzelte für internationalen Preis nominiert

Kirche in Not bei Architekturfestival in Barcelona vertreten

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MÜNCHEN/BARCELONA, 26. Juni 2012 (ZENIT.org/KIN). - Beim siebten internationalen Architekturfestival „EME3“ werden vom 28. Juni bis 1. Juli in Barcelona auch die Kapellenzelte von „Kirche in Not“ vorgestellt. Sie gehen auf einen Entwurf des chilenischen Architekten Gonzalo Mardones zurück. Mit der Präsentation der Kapellenzelte ist zugleich die Nominierung für den Preis der „Jesús-Serra-Stiftung“ verbunden. Er wird im Rahmen des EME3 verliehen und sieht für die Sieger Preisgelder zwischen 1.000 und 3.000 Euro vor.

Die Kapellenzelte waren vor zwei Jahren in Chile nach einem verheerenden Erdbeben innerhalb weniger Wochen als Notfall-Kirchen konzipiert, gebaut und über viele Monate von tausenden Gläubigen als Provisorium genutzt worden. Bei dem schweren Beben am 27. Februar 2010 waren 521 Menschen ums Leben gekommen; rund zwei Millionen wurden obdachlos. Auch rund 80 Prozent der Kirchen und kirchlichen Gebäude waren in der vom Erdbeben betroffenen Region um die Stadt Concepción zerstört worden.

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hatte damals sofort auf das Erdbeben reagiert und Mittel für insgesamt 45 Kapellenzelte zur Verfügung gestellt

Ein solches Zelt bietet auf einer Grundfläche von 185 Quadratmetern Sitzplätze für rund 100 Personen. Die Stahlkonstruktion ist über Betonklötze fest im Boden verankert und mit Zeltplanen bespannt. Diese sollen an den Schutzmantel der Gottesmutter Maria erinnern; durch eine Öffnung im Zeltdach fällt Licht auf den Altar – ein Symbol für Auferstehung und Hoffnung.