Kardinal Aponte Martinez: Der Titel “Miterlöserin” für Maria ist “sensus fidelium”

Bischöfe werden weltweit aufgefordert ihr Votum für neues Mariendogma zu geben

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ROM, 8. Dezember 2009 (ZENIT.org).- Für Kardinal Aponte Martinez ist der Titel “Miterlöserin” für Maria schon heute “sensus fidelium”. Deshalb lädt er Würdenträger weltweit ein, mit einem persönlichen Brief an Papst Benedikt XVI. diese Bitte zu unterstützen.

In dem Schreiben, das ZENIT vorliegt heißt es: „Am 1. Januar 2008 luden fünf Kardinäle die katholischen Bischöfe in aller Welt ein, eine Petition zu unterstützen, die eine Gruppe von Kardinälen und Bischöfen, die sich in Fatima versammelt hatten, zu seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. geschickt hatten mit der demütigen Bitte, die Selige Jungfrau Maria als "geistliche Mutter der Menschheit; als Miterlöserin mit Jesus, dem Erlöser; als Mittlerin der Gnaden mit Jesus, dem einen Mittler, und als Fürsprecher mit Jesus Christus für die ganze Menschheit verkünden soll", schreibt Luis Kardinal Aponte Martinez am heutigen Hochfest der Unbefleckten Empfängnis an die katholischen Würdenträger, um Auskunft über die Wirkungsgeschichte dieser Bitte zu geben.

Dieser dreifache Blickpunkt auf Maria und der Wunsch, die Mutter Jesu in den Rang einer "Miterlöserin" zu erheben wurde erstmals an Johannes Paul den II. herangetragen. Damals waren es 500 Bischöfe und 42 Kardinäle, die dem Heiligen Stuhl mehr als fünf Millionen Unterschriften präsentierten, betont Kardinal Aponte Martinez und jetzt seien noch viel mehr dazu gekommen..

Die Unterzeichner des Schreibens sind neben Luis Aponte Martinez aus Puerto Rico die Kardinäle Varkey Vithayatil aus Indien; Kardinal Riccardo Vidal von den Philippinen und Ernesto Corripio y Ahumada aus Mexiko.

Die Bitte wird in Afrika von Erzbischof Felix Job, dem Präsidenten der Katholischen Bischofskonferenz von Nigeria unterstützt. Aus Europa stellt sich Erzbischof Kramberger aus Slovenien hinter die Bitte.

“Wir alle sehen ein weltweite Dringlichkeit einer größtmögliche Fürsprache unserer himmlischen Mutter angesichts dieser beispiellosen Krise des Glaubens, der Familie, der Gesellschaft und des Friedens, welche die gegenwärtige Situation der Menschheit charakterisiert. Wir sehen in der Definition des Papstes über die Geistliche Mutterschaft Mariens für alle Völker eine außerordentliche Unterstützung angesichts dieser drohenden globalen Krisen. Je mehr wir offen die Macht der Fürsprache Mariens bekunden, desto mehr ist sie in der Lage diese Macht zum Wohl der Völker dieser Welt einzusetzen, die ja ihrer Sorge auf Golgatha anvertraut wurden”.

“Deshalb lade ich Sie, lieber Bruder ein, es Ihren Kardinalsbrüdern und Bischöfe aus der ganzen Welt gleich zu tun, und sich hinter diese erneute Petition an den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI. zu stellen, indem Sie ein persönliches Schreiben für die durchbetete Klärung dessen senden, was man einen nächsten positiven Schritt für die feierliche Proklamation der geistlichen Mutterschaft Mariens nennen könnte”, so Luis Kardinal Aponte Martinez, Erzbischof Emeritus von San Juan aus Puerto Rico.

(AR)

Email: cardinalaponte@gmail.com