Kardinal Bertone: Der interreligiöse Dialog, Priorität im Pontifikat Benedikts XVI.

Eröffnung des Akademischen Jahres an der Päpstlichen Salesianer-Universität

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ROM, 12. Oktober 2006 (ZENIT.org).- Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone bekräftigte am Mittwoch am Rande der feierlichen Eröffnung des Akademischen Jahres an der Päpstlichen Universität der Salesianer in Rom, dass der interreligiöse Dialog für Papst Benedikt XVI. Vorrang habe.



Der Kardinal, der selbst ein Salesianer Don Boscos ist, erklärte im Gespräch mit Journalisten, dass der Dialog – auf besondere Weise der Dialog mit dem Islam – hilfreich sei, um „Gott wieder als Bezugspunkt des menschlichen Lebens aufzuzeigen“.

In Bezug auf den Atomtest in Nordkorea betonte Kardinal Bertone: „Der Heilige Stuhl ist nicht für die Aufrüstung, sondern für Abrüstung und Frieden.“ Er fügte hinzu, dass der Vatikan mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln danach trachten werde, das Problem anzugehen und es zu lösen.

In seiner gegenwärtigen Aufgabe als Staatssekretär komme ihm die Tatsache, „ein Salesianer zu sein“, besonders zugute, meinte Kardinal Bertone. Seine Ordensspiritualität helfe ihm, mit allen Menschen positive Beziehungen aufzunehmen und Friedensprojekte zu entwickeln.

Der Rektor der Salesianer-Universität, Pater Mario Toso, wies während der Eucharistiefeier zur Eröffnung des Akademischen Jahres darauf hin, dass „zum ersten Mal ein Salesianer der erste Mitarbeiter des Nachfolgers Petri geworden ist“.

Kardinal Bertone, der der Heiligen Messe vorstand, hat an der genannten Universität seine Studienjahre verbracht. Später wurde er dort Universitätsprofessor und schließlich Rektor (1989-1991).