Kardinal Bertone: Die Früchte des Papstbesuchs in Österreich

Begegnung mit Kardinal Schönborn und Verantwortlichen des Vorbreitungskomitees im Vatikan

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ROM, 29. Januar 2008 (ZENIT.org).- Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Christoph Kardinal Schönborn, wird am Donnerstag im Vatikan den ersten Weltkongress für Barmherzigkeit vorstellen, der vom 2. bis zum 6. April 2008 in Rom stattfinden wird (ZENIT berichtete).



Aus Anlass seines Rom-Aufenthalts trafen der Kardinal und seine Mitarbeiter am Montag Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone SDB, der auf den Papstbesuch in Österreich (vgl. TAG 1: Ankunft, Am Hof, Hofburg; TAG 2: Mariazell; TAG 3: Stephansdom, Heiligenkreuz, Konzerthaus, Abschied; Schriftliche Ermutigung zum Apostolat und Bilanz Benedikts XVI.) zurückblickte und nach Angaben der Pressestelle der Erzdiözese Wien erklärte: „Wir haben die tapferen und freudigen Pilger nicht vergessen, die den Heiligen Vater begrüßt und mit ihm gebetet haben.“ Im Hinblick auf das Motto der Reise – „Auf Christus schauen“ – sagte Bertone, Christus sei „im Mittelpunkt“ der Tage der Pilgerfahrt Benedikts XVI. in Österreich gestanden. Bei vielen Menschen sei er „ein Stück weiter ins Zentrum ihres Lebens“ gerückt.

In den Wochen nach der Papstreise seien im Päpstlichen Staatssekretariat Briefe von Menschen eingetroffen, die durch „die Schönheit der Feiern, durch die Worte Benedikts XVI. und auch durch das Beispiel ihrer Landsleute“ einen „neuen Zugang zum Glauben, zur Kirche und zum christlichen Engagement“ gefunden hätten, fuhr Kardinal Bertone fort.. Manche hätten geschrieben, dass sie jetzt „die Sonntagsmesse bewusster mitfeiern“ oder dass sie eine ehrenamtliche Aufgabe angenommen hätten; manche seien zu den Sakramenten zurückgekehrt, einige hätten auch den Ruf Gottes zum Priester- oder Ordensberuf verspürt. Der Kardinal-Staatssekretär bedankte sich bei den Organisationsverantwortlichen des Papstbesuchs für ihre Mitarbeit und für die „Gastfreundschaft in Österreich“.

Kardinal Schönborn betonte in seinen Dankesworten an den Kardinal-Staatssekretär: „Sie sind in Österreich immer zu Hause.“ Mit dem Besuch der Delegation aus Österreich gehe es auch darum, dafür zu danken, dass der Kirche in Österreich die Gelegenheit zuteil wurde, Gastgeberin Benedikts XVI. bei seiner einzigen europäischen Auslandsreise im Jahr 2007 zu sein.

Die katholische Kirche sei in Österreich heute zahlenmäßig kleiner, aber sie sei „mutiger“; der Papstbesuch habe einen „starken Anstoß“ für die missionarische Haltung der Kirche in Österreich bedeutet (vgl. Professor Leitenberger im Gespräch).