Kardinal Bertone in Kuba: Die Kirche benötigt begeisterte Missionare Christi

Der Staatssekretär des Vatikans begegnet in Havanna Priesteramtskandidaten

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HAVANNA, 22. Februar 2008 (Zenit.org).- Die Kirche in Kuba benötige Priester, die „leidenschaftlich begeistert sind für den Herrn und ihren Brüdern nahe stehen“, bekräftigte Kardinal Tarciso Bertone heute, Freitag, zehn Jahre nach der historischen Kuba-Reise von Papst Johannes Paul II. im Priesterseminar von Havanna zu Beginn seines Pastoralbesuchs.

Als engster Berater von Papst Benedikt XVI. wird er in sechs Tagen vier der 14 Provinzen Kubas bereisen und mindestens eine Heilige Messe unter freiem Himmel zelebrieren.

Papst Benedikt XVI. schlösse die Ortskirche und ihre Seminaristen in besonderer Weise in sein Gebet ein, betonte Bertone, der die jungen Männern „Grund zur Hoffnung“ für all jene bezeichnete, „die Christus lieben und sich bemühen, ihm zu folgen“.

In seiner Ansprache betonte der Kardinal die Notwendigkeit einer umfassenden und tiefen Ausbildung hervor. Eine gute Vorbereitung mache es möglich, zu außerordentlichen „Missionaren Christi“ zu werden.

Unter Berufung auf das Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Priesterausbildung Optatam Totius  (11) und das Nachsynodale Apostolsiche Schreiben Pastores Dabo Vobis (43-44) forderte Kardinal Bertone die Ausbilder auf, insbesondere auf die spirituelle, humanistische und intellektuelle Ausbildung der Priesteramtskandidaten zu achten. „In ihnen muss die gesamte Ausbildung der Alumnen dahin zielen, dass sie nach dem Vorbild unseres Herrn Jesus Christus, des Lehrers, Priesters und Hirten, zu wahren Seelenhirten geformt werden“, zitierte er Optatam Totius 4. „Daher müssen alle Bereiche der Ausbildung, der geistliche, intellektuelle und disziplinäre, harmonisch auf dieses pastorale Ziel hingeordnet werden.“

Anschließend sagte der Staatssekretär: „Liebe Freunde, die Herausforderungen sind groß und komplex. Habt keine Angst! Auf diesem Weg, erlaubt mir es euch so zu sagen, könnt Ihr mit einer unvergleichlichen Verbündeten rechnen. Ich meine damit Maria, die Mutter Jesu.“ Und mit diesen Worten lud Kardinal Bertone die Seminaristen ein, sich wie Jesus in die „Schule Mariens“ zu begeben, als Vorbereitung auf den Dienst als „Guter Hirte“ .

Abschließend empfahl der Kardinal die Priesteramtskandidaten der besonderen Fürsprache der „Señora de la Caridad del Cobre“, der Patronin Kubas an.