Kardinal Bertone: Unternehmer sind Mitarbeiter Gottes

Ansprache vor christlichen Gewerbetreibenden

| 915 klicks

TURIN, 9. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone SDB hat beim 60. Treffen der Vereinigung christlicher Unternehmer und Geschäftsführer darauf hingewiesen, dass Wirtschaftstreibende auch dann zur Verwirklichung des göttlichen Plans für die Welt mitwirken, wenn sie den Gesetzen des Marktes Folge leisten. Die Begegnung ging am Sonntag in der norditalienischen Industriemetropole Turin zu Ende.



Kardinal Bertone betonte in seiner Ansprache, dass der Geschäftsmann, wenn er seiner Rolle gerecht werde, ein Mitarbeiter Gottes sei. Die Kirche, so fuhr er fort, müsse ihre Stimme erheben, wenn die Würde des Menschen bedroht sei; die unveräußerlichen Rechte des Arbeitnehmers gehörten immer respektiert. Diese Notwendigkeit dürfe insbesondere im Umgang mit jungen Menschen nicht übersehen werden, unterstrich der Kardinal.

Der Staatssekretär des Papstes forderte die Unternehmer dazu auf, das kirchliche Erziehungs- und Bildungsangebot entsprechend zu würdigen und Freiwilligen beziehungsweise Ehrenamtlichen die Möglichkeit zu geben, in der Wirtschaft Erfahrungen zu sammeln.

Der Vizepräsident der Vereinigung, Giancarlo Abete, bekräftigte: „Nicht der Mensch darf der Wirtschaft dienen, sondern die Wirtschaft muss vielmehr im Dienst des Menschen stehen.“ In diesem Sinn habe der Geschäftsmann zwei Aufgaben: einerseits Gewinne zu erwirtschaften, andererseits sich verantwortungsvoll um die Gesellschaft zu kümmern.