Kardinal Castrillón Hoyos: \"Kirche in Not\" ist ein \"Gottesgeschenk\"

Laudatio des Präfekten der Kleruskongregation bei der Verleihung des Arnold-Janssen-Preises

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ROM, 19. Januar 2006 (ZENIT.org).- Als \"Gottesgeschenk\" und als ein Hilfswerk, \"das seinesgleichen unter den verschiedenen Hilfswerken, die in der Weltkirche bestehen, wahrscheinlich nicht findet\", würdigte der Präfekt der Kongregation für den Klerus, Kardinal Dario Castrillón Hoyos, das internationale katholische Hilfswerk \"Kirche in Not/Ostpriesterhilfe\".



Der Kardinal hielt diese Laudatio bei der Übergabe des \"Arnold-Janssen-Preises der Stadt Goch\" an \"Kirche in Not\" und dessen langjähriger Generalsekretärin Antonia Willemsen. In seiner Lobrede auf die Preisträger zitierte Kardinal Castrillón ein Wort Benedikts XVI., als er sagte, dass sich die Hilfsorganisation \"zu einem der bedeutendsten katholischen Hilfswerke entwickelt hat, das nicht nur in den Ländern Osteuropas, sondern in aller Welt segensreich\" wirke. Mit dem Namen \"Kirche in Not\" verbinde sich \"ein gigantisches Unternehmen der Nächstenliebe und der Solidarität\", fuhr der Kardinal fort. Es handle sich dabei, \"wie es der Gründer selbst gewollt hat, um eine weltweite geistliche Bewegung, die durch Gebet, Opfer, Bekehrung, Information und helfende Liebe überall in der Welt\" die durch militante Ideologien oder praktischen Materialismus verursachten Nöte zu lindern versuche.

Willemsen habe \"mit der Intuition des weiblichen Genius zutiefst und treffsicher verstanden, was der Gründer von \"Kirche in Not\", Pater Werenfried van Straaten, im Sinne gehabt habe und mit der ihr eigenen Begabung, einem unglaublichen Arbeitseifer und Organisationstalent, aus den genialen Einfällen von Pater Werenfried ebenso bewundernswerte und geniale Hilfsaktionen gemacht\".

Antonia Willemsen war im vergangenen Jahr nach jahrzehntelanger Arbeit als Generalsekretärin des Hilfswerks in den Ruhestand gegangen und amtiert seit Jahresanfang ehrenamtlich als Vorsitzende des deutschen Zweigs von \"Kirche in Not\". In ihren Dankesworten kündigte sie an, dass das Preisgeld in ein Projekt zur Wiedereingliederung von Drogenabhängigen in Guatemala fließen werde. Die auf dreißig \"Bauernhöfen der Hoffnung\" unter Leitung des Franziskaners Hans Stapel unter anderem in Brasilien und in der Nähe von Berlin durchgeführten Therapien können nach ihren Worten auf \"eine Erfolgsquote von 84 Prozent\" verweisen und werden \"von Drogenabhängigen aus der ganzen Welt aufgesucht\". Zu den Merkmalen dieser Therapie gehöre es, dass die Bewohner der Bauernhöfe täglich ein Wort der Heiligen Schrift zu leben versuchen und eine Berufsausbildung erhalten.

Mit dem Arnold-Janssen-Preis zeichnet die Stadt Goch alle zwei Jahre Persönlichkeiten oder Initiativen aus, die sich im Geist des bedeutenden Gochers und Gründers des weltweit tätigen Steyler Missionswerkes, Pater Arnold Janssen, besondere Verdienste erworben haben. Mit seiner Entscheidung würdigt das Preisgericht \"den vorbildlichen Einsatz für Frieden und Versöhnung sowie den Kampf gegen die Armut\", den \"Kirche in Not\" seit Jahrzehnten leistet.