Kardinal Cipriani ermutigt zu vorweihnachtlichem „Kreuzzug der Liebe“

Die wahre Hoffnung entdecken und bekannt machen

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LIMA, 17. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Die Hoffnung suchen, die nicht trügt. Dazu hat Kardinal Juan Luis Cipriani am dritten Adventsonntag aufgerufen. Seine Predigt widmete der Erzbischof von Lima (Peru) der „großen Hoffnung“, zu der das Kommen Christi, des Sohnes Gottes, Anlass gibt: Gott ist mitten unter uns, er will an unseren alltäglichen Beschäftigungen teilhaben und er vergibt uns unsere Sünden – das einzig wahre Übel, das von Gott trennt und die Hoffnung zunichte macht.

„Die große Hoffnung lässt uns der Welt zu verstehen geben, dass wir glauben und dass die Liebe den Hass besiegt. Und sie lässt uns mit Taten bezeugen, dass die Vergebung stärker ist als Rache“, erklärte der Kardinal. Das erste Mal sei Jesus nach Bethlehem gekommen, nun wolle er im Leben jedes Menschen, in seiner Seele und seiner Lebenswelt geboren werden. Diese besondere Geburt Christi könne sich am kommenden 25. Dezember ereignen, an jedem Tag unseres Lebens – oder niemals. Am Ende der Zeiten werde der Herr schließlich zum dritten Mal kommen, diesmal aber „definitiv“, in all seiner Macht uns Herrlichkeit.

Die Antwort auf die Frage, warum man allezeit glücklich sein sollte, finde man im eigenen Herzen, bei Gott und der Jungfrau Maria. „Auf diese Weise werden wir alle aus diesem inneren Frieden leben und den anderen Respekt und Liebe bekunden, aus diesen Weihnachten ein Fest für alle machen.“

Kardinal Cipriani ermutigte alle zu einem „Kreuzzug der Liebe“, der aus dem rein Materiellen herausführt: „Siegt der Konsumrausch, wird der Geist geschlagen sein – und dann werden wir letzten Endes viele Dinge haben, aber es wird keine tiefe Freude und keinen Frieden geben.“

Papst Benedikt schreibt in seiner neuen Enzyklika Spes salvi, dass die „wahre, die große und durch alle Brüche hindurch tragende Hoffnung des Menschen“ nur Gott sein könne. „Wer von der Liebe berührt wird“, fange an zu ahnen, was „Leben“ heißt, wie es Jesus allen gezeigt habe: „Leben im wahren Sinn hat man nicht in sich allein und nicht aus sich allein: Es ist eine Beziehung. Und das Leben in seiner Ganzheit ist Beziehung zu dem, der die Quelle des Lebens ist. Wenn wir mit dem in Beziehung sind, der nicht stirbt, der das Leben selber ist und die Liebe selber, dann sind wir im Leben. Dann leben wir“ (27).