Kardinal Dias: Mitgefühl, das Erkennungsmerkmal der Jünger Jesu

Eröffnung des Akademischen Jahres 2007-2008 an der Päpstlichen Universität Urbaniana

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ROM, 12. Oktober 2007 (ZENIT.org).- „Ohne Mitgefühl und ohne die Liebe Gottes zu den Armen ist jede Wissenschaft nutzlos“, erklärte der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Ivan Dias, bei der Eröffnung des neuen Akademischen Jahres 2007-2008 an der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom.



Der Kurienkardinal, der zugleich Großkanzler der genannten Universität ist, bekräftigte während der festlichen Eucharistiefeier: „Wir werden Missionare der Liebe Gottes sein müssen… Das Mitgefühl macht den Unterschied aus. In den synoptischen Evangelien ist es das Mitgefühl, das Jesus kennzeichnet.“

Viele Menschen müssten aufgrund von Krieg, Hunger und sozialen Problemen leiden, stellte Kardinal Dias fest. „Doch wir sind nicht hier, um uns zu beklagen, sondern um uns auf ein Leben in der Mission vorzubereiten: Männer und Frauen mit einer gewissen Bildung, erfüllt vom Herrn zur Verkündung des Herrn.“

Das Mitgefühl stellt nach Worten des Kardinalpräfekten auch den Weg dar, um die Kluft zu überwinden, die die wohlhabenden Menschen von den armen trennt. „Der Jünger ist den anderen nahe.“

Mit dem Kardinal konzelebrierten der Großrektor der Universität Urbaniana, Mgr. Ambrogio Spreafico; der Untersekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Pater Massimo Cenci PIME; der Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Erzbischof Robert Sarah, der Rektor des Kollegs Urbano und rund 150 Priester, darunter Dozenten und Studenten, heißt es in einem Bericht der päpstlichen Nachrichtendienst „Fides“.

Nach der Heiligen Messe hielt der Großrektor eine Begrüßungsansprache, ehe der Sekretär des Gerichts der Apostolischen Signatur, Bischof Velasio De Paolis, einen Vortrag über das Thema „Die Mission zwischen Welt- und Teilkirche“ hielt.