Kardinal Dziwisz: Johannes Paul II. lebte wie ein Heiliger

Verleihung der Ehrendoktorwürde einer Universität in Barcelona

| 1425 klicks

BARCELONA, 16. November 2007 (ZENIT.org).- Der Krakauer Erzbischof Stanislaw Kardinal Dziwisz hat in Barcelona bekundet, dass es eine große Gnade gewesen sei, eng mit Johannes Paul II. zusammenzuarbeiten. Der Vorgänger Benedikts XVI. habe wie ein Heiliger gelebt, berichtete der langjährige Privatsekretär von Karol Wojtyla, der wie Papst-Biograph George Weigel am Mittwoch die Ehrendoktorwürde der Universität Abat Oliba CEU verliehen bekam.



Während der Pressekonferenz, die dem Festakt vorausging, sprachen beide über ihre Erfahrungen mit dem verstorbenen Pontifex. Kardinal Dziwisz ist Johannes Paul II. 39 Jahre nicht von der Seite gewichen; Weigel hat ihm mit seinem bekannten Buch Zeuge der Hoffnung ein Denkmal gesetzt.

Kardinal Dziwisz bekräftigt, Papst Johannes Paul II. habe wie ein Heiliger gelebt, „weil er sein ganzes Leben lang die Heiligkeit gesucht hat“. Das Attentat auf dem Petersplatz habe er als „Gnade“ angenommen, „weil es für die Kirche so notwendig war“.

Bereits in seiner Jugend sei Karol Wojtyla auf dem Weg der Heiligkeit gewandelt. So habe er schon damals gebetet, indem er mit der Stirn die Erde berührte und die Arme in der Form eines Kreuzes ausbreitete.

Angesichts der kritischen Stimmen, beispielsweise jene, die sich gegen seine Soziallehre richten, sei der Heilige Vater stets beständig geblieben und habe sich auch schwierigen politischen Bedingungen nicht gebeugt.

Weigel würdigte die Arbeit von Kardinal Dziwisz als Sekretär des Papstes und hob „das tiefe geistliche Leben“ des Kardinals hervor. Als Sekretär habe der Kardinal „nicht versucht, Türen zu schließen, sondern vielmehr, diese zu öffnen“.