Kardinal Filoni im Kongo: Bewundernswerte Zusammenarbeit der Laien mit ihren Hirten

Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker begegnet Mitgliedern des Nationalen Laienrates

| 832 klicks

ROM, 6. Juli 2012 (ZENIT.org). - Im Rahmen seines Besuchs in der Demokratischen Republik Kongo begegnete der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Fernando Filoni, am Nachmittag des 5. Juli in Kinshasa den Mitgliedern des Nationalen Laienrates und Vertretern der Laienkommissionen, wie der Fidesdienst berichtet.

Diesen dankte er an erster Stelle für das Engagement in der Kirche.

„Dank der bewundernswerten Zusammenarbeit der Laien mit den Hirten ist die Ortskirche lebendig, dynamisch und missionarisch“, so Kardinal Filoni, „Allen Laien, die in der Vergangenheit und in der Gegenwart zur Verkündigung des Evangeliums beitragen, möchte ich einen verdienten Dank aussprechen, der insbesondere auch den Katechisten gilt.“

Viele Laien „bezeugen auf ausgezeichnete Weise den Glauben und die Liebe durch ihr Engagement in Politik, Wirtschaft und Kultur“, so der Präfekt des Missionsdikasteriums, der dazu aufforderte, diesen Dienst insbesondere auf politischer Ebene auch künftig fortzusetzen.

Dabei nannte der Kardinal auch einige Herausforderungen auf sozialer und kirchlicher Ebene, vor allem die Evangelisierung der Kultur. „Konflikte, ungesunde Rivalität, Spaltungen zwischen Völkern und Stämmen, Fetischismus und Hexenglauben, Übertritte von Katholiken zu Sekten und unabhängigen Kirchen, alle diese Übel sind traurige Ausdrucksformen einer fehlenden Tiefe des Glaubens bei vielen Christen“, so der Kardinal. Deshalb sei es dringend notwendig, Verhaltensweisen zu ändern, die nicht mit dem Geist des Evangeliums vereinbar seien.

Ein weiterer Sektor, der des besonderen Augenmerks und der besonderen seelsorgerischen Begleitung bedürfe, sei die Familie. Der Kardinal bat die Laien, aktiv an der Familienpastoral mitzuwirken und Bewegungen und Vereine zu unterstützen, die den Geist der Familie förderten, und damit zum Schutz der Familien und deren Wert beizutragen. „Dies wurde auch bei der letzten Afrikasynode als Priorität für die Kirche in Afrika und insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo erkannt, mit Blick auf den besonderen gesellschaftlichen und politischen Kontext des Landes, in dem es Kriege, bewaffnete Konflikte, Machtkämpfe, Umsieldung der Bevölkerung, soziale Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverstöße gibt. Die Herausforderung besteht darin, die Kirche als Familie Gottes zu einem wahren Ort der Vergebung, der Aussöhnung und des Friedens zu machen.“

Abschließend ermunterte der Präfekt des Missionsdikasteriums die kongolesischen Laien, in ihrem Leben den Glauben konsequent zu bezeugen, die Heiligkeit anzustreben und dabei eine tiefe spirituelle Beziehung zu Gott zu pflegen.