Kardinal Ivan Dias: Der heilige Franz Xaver, Vorbild für die Mission

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ROM, 5. Dezember 2006 (ZENIT.org).- Der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Ivan Dias, bekräftigte am ersten Adventsonntag, dass der heilige Franz Xaver ein leuchtendes Vorbild für den modernen Missionar sei. Der Gedenktag des großen Asienmissionars (1506-1552) wird jedes Jahr am 3. Dezember begangen.



„Der Missionar ist ein einfacher Mensch, der so spricht wie eine Mutter zu ihren Kindern, Gott und die Muttergottes aus ganzem Herzen liebt und den Samen so tief einpflanzt, dass die Früchte auch nach 250 Jahren noch bewundert werden können“, erklärte der Kurienkardinal während der Eucharistiefeier in der römischen Kirche „del Gesú“.

Kardinal Dias wies in seiner Predigt, deren Inhalt von der Nachrichtenagentur „Fides“ verbreitet wurde, auf die Bedeutung der Göttlichen Vorsehung im Leben des heiligen Schutzpatrons der Missionen hin, der in Japan noch vor der Erfüllung seiner missionarischen Ziele schwer erkrankt war und schließlich sterben musste. In diesem Zusammenhang erinnerte Kardinal Dias auch an die Verfolgungen und das Martyrium der Katholiken in diesem asiatischen Land.

Er verwies auf die Tatsache, dass nach dem Tod von Franz Xaver 250 Jahre verstreichen sollten, ehe der Papst einen Apostolischen Delegaten nach Japan entsandte. Das Marienbild, das er ihm mitgegeben habe, werde noch heute in Nagasaki verehrt.

Der Apostolische Delegat sei nach seiner Ankunft gefragt worden, ob er vom „Mann mit dem weißen Gewand“, als vom Papst in Rom komme, ob er verheiratet sei und ob er die Gottesmutter verehre. Nachdem er auf diese drei Fragen geantwortet hatte, sei der Delegat als echter Vertreter der Kirche akzeptiert worden.