Kardinal Lozano Barragán: Die Nächstenliebe, das Erkennungsmerkmal der katholischen Krankenhäuser

Kongress zur Verbesserung der Pastoral in katholischen Krankenhäusern im Vatikan

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ROM, 14. Mai 2007 (ZENIT.org).- Katholische Krankenhäuser sollten für ihre Nächstenliebe bekannt sein; sie sollten Stätten sein, wo das Leiden geduldig getragen und gleichzeitig die Freude der Auferstehung verkündet werde, hob Kardinal Javier Lozano Barragán, Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, während eines internationalen Kongresses zum Thema „Verbesserung der Pastoral in katholischen Krankenhäusern“ im Vatikan hervor.



Bei der dreitägigen internationalen Begegnung, die am Samstag zu Ende ging, handelte es sich um den 3. Weltkongress der Internationalen Vereinigung Katholischer Gesundheitseinrichtungen (AISAC).

Kardinal Lozano Barragán eröffnete die Konferenz mit einem Vortrag über die „Identität der katholischen Krankenhäuser im Licht der Enzyklika Deus caritas est“.

All diese Stätten müssten sich durch „die Übung der christlichen Nächstenliebe“ auszeichnen, bekräftigte der Kurienkardinal. „Die Verkündigung der Frohen Botschaft im Bereich der Gesundheitsfürsorge stellt ein Paradox dar: Während wir es mit Leiden zu tun haben, verkünden wir die Freude des Auferstandenen“, erörterte Kardinal Lozano in einem Interview mit „Radio Vatikan“.

Pater Michael Place, Präsident von AISAC, wertete die Versammlung als eine Antwort „auf die Aufforderung des Heiligen Vaters, die Pastoral im Gesundheitswesen zu aktualisieren“ und zu erneuern. Die Fachtagung habe den Bedarf in den Vordergrund gerückt, „die katholische Identität im Gesundheitswesen zu stärken, damit unser Glaube in die Tat umgesetzt werden kann“, erklärte Pater Place gegenüber „Radio Vatikan“. Dazu sei eine umfassende juristische und religiöse Bildung erforderlich.

Nach aktuellen Statistiken des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst gibt es weltweit 22.000 katholische Gesundheitseinrichtungen. 37 Prozent werden von Ordensleuten geführt und 19 Prozent stehen unter diözesaner Leitung. Die übrigen 44 Prozent sind der Obhut anderer katholischer Organisationen anvertraut.