Kardinal Lozano Barragán: Sakramente sind bei der Pflege älterer Menschen entscheidend

Ergebnisse der 22. Internationalen Konferenz zur Betreuung

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ROM, 23. November 2007 (ZENIT.org).- Psychologische Unterstützung von alten Menschen sei zwar wichtig, nichts könne jedoch den geistlichen Beistand und die Sakramente ersetzen. Das betonte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, Kardinal Javier Lozano Barragán, zum Abschluss der 22. Internationalen Konferenz über „Die Seelsorge bei der Betreuung von älteren kranken Menschen“, die sein Dikasterium vom 15. bis zum 17. November veranstaltet hat.



Während der 40 Sitzungen wurde die Eucharistie als Wegzehrung für die Kranken als wichtigstes Element herausgestellt (vgl. KKK 1524). Angesichts der Tatsache, dass die Zahl der älteren Menschen im Steigen begriffen ist, wies der Kurienkardinal darauf hin, dass die Entwicklung einer geriatrischen Wissenschaft „wohl gut, aber doch nicht vollkommen ausreichend“ sei.

Die Kongressteilnehmer befassten sich mit der Welt der älteren Menschen aus der Sicht der Heiligen Schrift. Dabei ist nach Worten von Kardinal Lozano an erster Stelle die Achtung vor den älteren Menschen herausgehoben worden, denn ihre Gegenwart deute auf die „Erwartung der Zeit der Barmherzigkeit und Gnade Gottes“ hin.

Spezialisten aus aller Welt „erachteten das Handeln Christi bei der Heilung von Kranken als eine Vorwegnahme der Reiches Gottes und der Auferstehung“. Daher seien Katechese und eine katholische Bildung notwendig, um diese Botschaft zu vermitteln und die Sakramente zu erklären.

Psychologische Hilfe sollte bei der Behandlung von älteren kranken Menschen zwar eingesetzt, „aber niemals als ein Ersatz für die Sakramente betrachtet werden“, unterstrich Kardinal Lozano Barragán.

Die Teilnehmer seien ferner darin übereingekommen, dass die Familie der „natürliche Ort des Alterns“ ist. Des Weiteren hätten sie dazu angeregt, dass es „in den Diözesen und Gemeinden Assistenz für die Kranken gibt, die auch von Priestern und Ordensleuten geleistet wird“, sowie „geistlichen Beistand, die Sakramente und das Gebet – mit und für die älteren Menschen“.

Ebenso sei es wichtig, alte Menschen zu besuchen. Durch dieses Werk der Barmherzigkeit werde brüderliche Nächstenliebe bekundet, und durch „eine wirksame Solidarität, die die Einsamkeit“, werde die Liebe Gottes sichtbar.

Auf diese Weise würden „die drei Dienste des Wortes, der Heiligung und der Kommunion“ verwirklicht, wie auch die „Hilfe für die alten Menschen, ihren Glauben nicht zu verlieren“. Jeder, der eine kranke oder eine ältere Person besucht, so schloss Kardinal Lozano Barragán, „repräsentiert die ganze christliche Gemeinschaft, die lächelt und betet“.