Kardinal Marx ist neuer Präsident der COMECE

Adrianus van Luyn SDB hat einen Nachfolger

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BRÜSSEL, 26. März 2012 (ZENIT.org/dbk). - Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, ist neuer Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE). Vertreter der Bischofskonferenzen der EU-Mitgliedstaaten wählten ihn gestern Abend in Brüssel zum Nachfolger des emeritierten Bischofs von Rotterdam, Adrianus van Luyn SDB, der das Amt seit 2006 innehatte. Kardinal Marx vertritt seit 2006 die Deutsche Bischofskonferenz in der COMECE und ist seit 2009 ihr Vizepräsident.

Kardinal Marx wurde 1953 in Geseke geboren. In Paderborn und Paris studierte er Theologie und Philosophie, ehe er 1979 zum Priester geweiht wurde. Nach seiner Promotion und der Tätigkeit als Direktor der Kommende in Dortmund wurde er 1996 Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät Paderborn. 1996 empfing er die Bischofsweihe und wurde Weihbischof im Erzbistum Paderborn. Ab 2001 war er Bischof von Trier; seit 2008 ist er Erzbischof von München und Freising. In der Deutschen Bischofskonferenz hat er den Vorsitz der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen inne. 2010 wurde Erzbischof Marx von Papst Benedikt XVI. in den Kardinalsstand erhoben.

Die COMECE ist die Struktur zur Zusammenarbeit der Bischofskonferenzen im Bereich der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Sie setzt sich aus den delegierten Bischöfen von 26 katholischen Bischofskonferenzen zusammen. Ihr Sekretariat hat seinen Sitz in Brüssel. Seit 1980 wirkt die COMECE als Schnittstelle zwischen der katholischen Kirche und den EU-Institutionen.

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