Kardinal Meisner: Die Ehe bleibt unauflöslich

„Die Unauflöslichkeit der Ehe gilt für alle Stände und für alle Repräsentanten der Gesellschaft“

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KÖLN, 5. September 2011 (ZENIT.org). – In einem Interview mit dem Kölner Domradio hat der Erzbischof von Köln, Kardinal Meisner, betont, dass nach katholischer Lehre die Ehe unauflöslich bleibe. Dies sei keine Marotte der Kirche, sondern repräsentiere die unkündbare Hingabe Christi an die Kirche:

„Und zwar ist das keine Marotte der Kirche, sondern die Ehe ist die reale Repräsentanz für die unaufkündbare Hingabe Christi an die Kirche und damit an die Welt. Und das macht auch die große Würde und die Schönheit und vielleicht auch die Last der Ehe aus, weil die Hingabe Christi an die Welt, an die Menschen, an die Kirche unkündbar ist“, so der Kardinal.

Er könne sich nicht vorstellen, dass die Kirche diese Überzeugung aufgebe: „Sie wissen ja, dass die Kirche ganz England verloren hat, weil sie gegen Heinrich VIII. an der Unauflöslichkeit der Ehe festgehalten hat.“

Zur immer wieder aufgeworfenen Frage des Familienbildes erklärte der Kardinal, die Kirche habe keine Befugnis, die von Gott eingesetzte Schöpfungsordnung zu verändern:

„Sehen Sie einmal, die Kirche hat keine Möglichkeit, die Schöpfungsordnung Gottes zu korrigieren. Gott hat den Menschen erschaffen als Mann und Frau, und zwar mit der Zielrichtung, dass Mann und Frau zusammenkommen und ein Fleisch werden und damit zu dritt werden. Aus der Ehe wird die Familie. Unser Gott ist trinitarisch, das heißt drei-personal. Wenn der Mensch das Abbild Gottes ist, dann spiegelt sich die Trinität real in der Schöpfungsordnung wider: Indem die Familie ein Bund mindestens zu dritt ist. Andere Verhältnisse sind in der Schöpfungsordnung nicht vorgesehen.”