Kardinal Murphy-O’Connor zum „Tag des Lebens“ in England und Wales

Alles Leben ist heilig vom Augenblick der Empfängnis an bis zum natürlichen Tod

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LONDON, 1. Juni 2007 (ZENIT.org).- In England und Wales wird der diesjährige „Tag des Lebens“ am 1. Juli gefeiert. Kardinal Cormac Murphy-O’Connor rief in einer gestern veröffentlichten Presseerklärung zum Schutz des Lebens auf.


„Die katholische Kirche glaubt, dass jedes Leben von Gott und nach seinem Abbild geschaffen ist. Das bedeutet, dass alles Leben heilig ist und dass es in jeder Phase sowie in jeder Kondition wertvoll und von Bedeutung ist, vom Augenblick der Empfängnis an bis zum natürlichen Tod. Aus diesem Grund lehnt die Kirche die Abtreibungspraxis entschieden ab, weil sie unschuldiges menschliches Leben tötet.“

Der Kardinal rief die Katholiken - „besonders jene, die Positionen mit öffentlicher Verantwortung innehaben“ - mit Nachdruck dazu auf, sich über die Lehre der Kirche zu unterrichten und pastoralen Rat zu suchen, um informierte, konsequente und zuverlässige Entscheidungen treffen zu können. Die beständige Tradition der Kirche lehrt, dass jeder, der frei und wissentlich ein ernsthaftes Übel (das heißt eine Todsünde) verübt, sich der Eucharistie nur nach dem Empfang des Sakraments der Buße nähern sollte.“

In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird der internationale Tag des Lebens von verschiedenen überkonfessionellen Lebensrechts- und Lebensschutz-Organisationen am heutigen 1. Juni begangen. In vielen katholischen Ländern und Organisationen zum Schutz der ungeborenen Kinder gilt auch der 25. März, das Fest der Verkündigung Mariens, als „Tag des ungeborenen Lebens“.