Kardinal Ouellet über den Eucharistischen Kongress in Dublin

Päpstlicher Delegat sieht Zeichen der Hoffnung für das Gastgeberland

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ROM, 8. Juni 2012 (ZENIT.org). - „Ich habe die Hoffnung, dass die Kirche in Irland durch die Einheit der Menschen und durch das Zeugnis der Besucher, die ihren Glauben mit den Menschen in Irland teilen, eine wahrhafte Stärkung ihrer Identität als Gemeinschaft Gottes erfahren möge“. Mit diesen Worten charakterisierte Kardinal Marc Ouellet, Präfekt der Bischofskongregation und päpstlicher Delegat des 50. Internationalen Eucharistischen Kongress, der nächste Woche in Irland begangen wird, seine persönliche Erwartung von der Veranstaltung.

In einem am Dienstag von Radio Vatikan veröffentlichten Interview äußerte sich der Kardinal zu den Schwierigkeiten in Irland der letzten Jahre; unter anderem zu den Fälle sexuellen Missbrauchs und zum Bedürfnis nach einem neuen Dialog. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass durch den Eucharistische Kongress das Band der Liebe in der Kirche und der Glaube gestärkt werden mögen.

Kardinal Ouellet führte aus: „Bei einem Eucharistischen Kongress vereint sich die Weltkirche mit der Ortskirche. Sie wendet sich an Gott und bittet ihn um alle Arten des Segens, den wir auf dem Weg der Kirche benötigen.“ Ebenso sei er eine Gelegenheit, die leuchtende Geschichte der Treue Irlands zum katholischen Glauben und seinen Beitrag zur Missionstätigkeit der Kirche wiederzuentdecken, so der päpstliche Delegat.

Er schloss mit folgenden Worten: „Irland kann auf eine außergewöhnliche Geschichte zurückblicken und sollte stolz auf seine Vergangenheit sein, die sichtbare Spuren in der Gegenwart hinterlassen hat. Wir sollten mit diesem Erbe achtsam umgehen und daraus neue Kräfte für eine Erneuerung der Kirche der Gegenwart in Irland schöpfen.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]