Kardinal Peter Erdö, Vorsitzender des CCEE, benennt einige Herausforderungen der Kirche in Europa

Pressekonferenz in Rom

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ROM, 27. April 2007 (ZENIT.org).- Der Budapester Erzbischof Peter Kardinal Erdö, Vorsitzender des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), wies am Donnerstagvormittag in Rom auf einige Herausforderungen hin, denen sich die Kirche in Europa zu stellen hat.



Der Kardinal verwies bei einer Pressekonferenz im Marconi-Saal von „Radio Vatikan“ auf die Dringlichkeit eines „neuen europäischen Humanismus“ und erinnerte in diesem Zusammenhang an das große Treffen der europäischen Studenten von 21. bis 24. Juni in Rom, bei dem es um die Entwicklung eines solchen Humanismus gehen wird. Rund 1.000 Vertreter aus ganz Europa werden sich nach Worten des Kardinals mit den „grundlegenden menschlichen Werten“ befassen, die das öffentliche Leben des Kontinents zutiefst betreffen und verteidigt und gestärkt gehören.

Der fehlende Respekt vor dem menschlichen Leben und der Geburtenrückgang gehörten zu den größten Sorgen der Kirche. Angesichts dieser klaffenden „Wunde“, die es nicht nur in Westeuropa, sondern unter anderem auch in Russland gebe, sei es notwendig, bedürftigen Familien und Müttern in schwierigen Lebenslagen verstärkt zu Hilfe zu kommen. Darüber hinaus sei es entscheidend, den jungen Paaren in den Pfarreien Unterstützung anzubieten. Eine gute Ehevorbereitung allein sei zuwenig, unterstrich Kardinal Erdö.

Ein weiteres Thema, das Kardinal Erdö ansprach, war die Beziehung mit der Orthodoxie: Nicht der theologische Diskurs stehe im Vordergrund, sondern die „Verbesserung des menschlichen Klimas“ dieser Beziehungen und der praktischen Zusammenarbeit. In Ungran seien diese Beziehungen herzlich, kommentierte der Vorsitzende des CCEE, der für den europäischen Raum die Errichtung eines Forums angestoßen hat, in dem die katholische Kirche mit den verschiedenen orthodoxen Kirchen einmal pro Jahr zu intensiven Beratungen zusammenkommt.