Kardinal Péter Erdő zu den Ereignissen in Kairo

Botschaft des Präsidenten der CCEE

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ROM, 14. Oktober 2011 (ZENIT.org). – Der Präsident der CCEE, Kardinal Pèter Erdő, hat sich in einer Botschaft im Namen aller Bischöfe Europas an die Menschen in Kairo, besonders an die christlichen Kopten, gewandt.

Wir dokumentieren die Botschaft in einer eigenen Übersetzung:

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Hinsichtlich der Ereignisse in diesen letzten Tagen in Kairo, der Gewissheit der Gemeinschaft mit dem verstorbenen und auferstandenen Christus, wollen wir als Bischöfe Europas allen Bewohnern Ägyptens unsere Nähe zu ihnen bekräftigen, vor allem den Brüdern der christlich koptischen Gemeinschaft, die in diesen Tagen von einer mörderischen Gewalttat gegen den Frieden, das Zusammenleben der Religionen, die Freiheit und die Menschenwürde getroffen wurde.

Die Anwesenheit der koptischen Christen in Ägypten ist auf die Evangelisierung durch den Evangelisten Markus zurückzuführen, und seither ist ihre Gemeinschaft ein Geschenk für die ägyptische Gesellschaft und für den ganzen Nahen Osten.

Als Bürger wie alle anderen sind auch die Christen um den Aufbau einer Gesellschaft bemüht, die sich auf Freiheit, Gerechtigkeit, Wahrheit und die Liebe gründet. In diesem geliebten Land existiert Freundschaft zwischen Personen verschiedener Religionsbekenntnisse und ist, wie sie sich bei verschiedenen jüngsten Ereignissen gezeigt hat, Zeichen einer realen Hoffnung.

Wir bitten die Regierungen der europäischen Länder, Partei zur Verteidigung all jener zu ergreifen, die wie die Christen Angriffe aufgrund ihrer religiösen, ethnischen oder sozialen Zugehörigkeit erleiden.

Wir bitten den Herrn um Kraft für alle Christen in Ägypten, um weiterhin authentische Zeugen Christi und der Brüderlichkeit mit allen Menschen zu sein, ohne die es keine bessere Zukunft gibt, weder für die einzelnen Länder noch für die Menschheit.

 [Zenit-Übersetzung des italienischen Originals]