Kardinal Sandri trifft die in Deutschland in der Diaspora lebenden Katholiken der Ostkirche

Ebenso stehen die Sitze der R.O.A.C.O. auf dem Programm

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 444 klicks

Der Präfekt der Kongregation der Ostkirchen, Kardinal Leonardo Sandri, wird sich von heute an bis zum Sonntag, den 6. Oktober, in Deutschland aufhalten, um dort unter anderem die hier in der Diaspora lebenden Katholiken der Ostkirche zu treffen. Am Ende des Besuches, am Sonntag, wird er im Kölner Dom an einer Messe zur Eröffnung des Missionarsmonats von „Missio“ teilnehmen, die er gemeinsam mit dem koptisch-katholischen Patriarchen, Ibrahim Sidrak, und dem Kölner Erzbischof Joachim Meisner konzelebrieren wird.

In den Tagen davor wird Kardinal Sandri die Sitze der R.O.A.C.O. (Riunione Opere Aiuto Chiese Orientali) und ihre Mitarbeiter treffen, wie die Erzdiözese Köln, Missio Aachen, Misereor, das Kindermissionswerk, den Deutschen Verein vom Heiligen Land und Pax-Hilfe. Die R.O.A.C.O. ist eine Vereinigung von Hilfswerken aus verschiedenen Ländern, die sich finanziell in unterschiedlichen Sektoren einsetzen. Die Treffen sollen der Anerkennung der in den letzten Jahren gezeigten Solidarität gegenüber der Ostkirche wie im Irak, Ägypten, Syrien und dem Heiligen Land sowie der Ermutigung dienen. Die Anwesenheit des koptisch-katholischen Patriarchen wird die Möglichkeit geben, die letzten Entwicklungen in Ägypten aus erster Hand zu erfahren, wo derzeit eine Vielzahl Angriffe gegen christliche Kirchen, gegen Priester und Gläubige stattgefunden haben.

Den Nachmittag des 5.Oktobers ist dem Treffen der Kaldaischen Gemeinde in Essen gewidmet, wo der Kardinal der Eucharistiefeier der Santa Qurbana teilnehmen wird. Diese Gemeinde ist eine von vielen Beispielen für die Gegenwart von katholischen Gläubigen der Patriarchalen Kirche von Babylonien der Kaldäer, die unter anderem aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen im Irak in Frankreich, Deutschland und bis nach Nordeuropa verbreitet sind.

Durch den Besuch Sandris soll die Aufmerksamkeit auf die Präsenz der in der Diaspora lebenden Gläubigen der Ostkirche gelenkt werden, ihnen zur Seite gestanden und Mut gemacht werden, ihren Glauben unter schwierigen Umständen positiv zu leben.