Kardinal Santos Abril y Castelló neuer Präsident der Kardinalkommission des IOR

Kommission im Januar 2014 eingesetzt

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 311 klicks

Die Kardinalkommission des „Istituto per le Opere di Religione“ (IOR) hat als neuen Präsidenten den spanischen Kardinal Santos Abril y Castelló gewählt, wie das Presseamt des Vatikans mitteilt.

Gemäß den Statuten des IOR werden die Mitglieder der Kommission vom Heiligen Vater für die Dauer von fünf Jahren ernannt. Die Kommission wird mindestens zweimal pro Jahr vom Präsidenten der Kommission einberufen. Ihre Aufgaben bestehen darin, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu ernennen, die Statutentreue des IOR zu überwachen und die Geschäftspolitik des Instituts beratend zu begleiten.

Der derzeitigen Kommission, die im Januar 2014 vom Heiligen Vater eingesetzt wurde, gehören die Kardinäle Santos Abril y Castelló (Erzpriester der Päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore), Thomas Christopher Collins (Erzbischof von Toronto), Pietro Parolin (Staatssekretär), Christoph Schönborn (Erzbischof von Wien) und Jean-Louis Tauran (Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog) an.

Santos Abril y Castelló wurde 1960 zum Priester geweiht, 1980 erhielt er vom seligen Johannes Paul II. den Titel Ehrenprälat Seiner Heiligkeit. 1985 wurde er zum Titularerzbischof von Tamada und zum Apostolischen Nuntius in Bolivien ernannt. 1989 wurde Kardinal Santos Abril y Castelló Apostolischer Pro-Nuntius von Kamerun, Gabun und Äquatorialguinea. Seine diplomatische Laufbahn setzte er als Nuntius in den Nuntiaturen im ehemaligen Jugoslawien, Argentinien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina fort. 2011 wurde er zum Vize-Kämmerer der katholischen Kirche ernannt, Mitglied der Kongregation für die Bischöfe und Erzpriester der Basilika Santa Maria Maggiore. 2012 folgte seine Erhebung zum Kardinal.