Kardinal Schönborn: „Kann ich wirklich Rechenschaft über das ablegen, was ich glaube?“

Der Wiener Erzbischof lädt ein, zentrale Glaubensinhalte zu vertiefen

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WIEN, 29. September 2008 (ZENIT.org).- Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn wird im Arbeitsjahr 2008/2009 anstatt der üblichen Katechesen-Reihe im Wiener Stephansdom in den zwölf Regionen der Erzdiözese so genannte „Priestertage“ halten.

„Mein Anliegen ist es, mit diesen meinen engsten Mitarbeitern, mit dem Presbyterium unserer Diözese, die Gemeinschaft zu stärken, den gegenseitigen Austausch, die Stärkung im Glauben und die thematische Zusammenarbeit zu vertiefen“, erklärt der Kardinal in der aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitung Der Sonntag. „Ich bitte herzlich um das Gebet für ein gutes Gelingen dieser zwölf Tage.“

Die Katechesen-Reihe von Kardinal Schönborn – zuletzt ging es um das Thema der Göttlichen Barmherzigkeit – wird 2009/2010 fortgeführt werden. Die Vertiefung der zentralen Glaubenswahrheiten soll im Vordergrund stehen.

Diesbezüglich bittet der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz die Gläubigen schon jetzt, bewusst zum „Katechismus der Katholischen Kirche“ zu greifen und „sich sozusagen selber testen, wie es um unsere Auskunftsfähigkeit im Glauben steht.


Kann ich wirklich Rechenschaft über das ablegen, was ich glaube, was die Kirche lehrt, woraus die Heiligen gelebt, woraus so viele Christen ihre Kraft geschöpft haben, um im Alltag zu bestehen? Und bin ich auch bereit, diesen Glauben aktiv zu vertreten, weiterzugeben und glaubwürdig zu bezeugen?“

Der „Dienst der Katechese“ sei eine „vorrangige Aufgabe des Bischofs“, bekräftigt Kardinal Schönborn. Schweren Herzens habe er sich angesichts der sich häufenden Aufgabe allerdings dazu entschlossen, „einen Wechselrhythmus zu versuchen: ein Jahr Katechesen, ein Jahr Priestertage“.