Kardinal Schönborn würdigt die Botschaft des Gründers des Opus Dei

Festmesse am Gedenktag des heiligen Josemaría Escrivá de Balaguer in der Wiener Peterskirche

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WIEN, 26. Juni 2007 (ZENIT.org).- Der heilige Josemaría Escrivá ist Zeuge dafür, dass die Herrlichkeit Gottes gerade inmitten der Mühen und Lasten der alltäglichen Beschäftigungen aufstrahlt. Das betonte der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn am Dienstag während der Festmesse im Gedenken an den Gründer der Personalprälatur Opus Dei in der Peterskirche.



Kardinal Schönborn schloss mit der Feier der Eucharistie in der Wiener Innenstadt zugleich die Jubiläumsausstellung „50 Jahre Opus Dei in Österreich“ ab, die der Grundinspiration „Christsein im Alltag“ des 1928 in Madrid (Spanien) geborenen und 1975 in Rom verstorbenen Priesters Escrivá gewidmet war.

In seiner Predigt interpretierte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz den Alltag zunächst im Licht der Genesis als von Mühe, Vergeblichkeit und Gottferne geprägt. Wie ein „Blitzlicht“ zeige die Szene vom Fischfang am See Gennesaret aber eine neue Dimension: Christus ist da. „Die Gegenwart Christi ist nicht ein utopisches Jenseits des Alltags, sondern er ist mittendrin.“ Kardinal Schönborn bekannte: „Wenn ich mich bemühe, die Inspiration des heiligen Josefmaria zu verstehen, dann ist sie wohl dies: Mitten im Alltag erfahren, dass der Herr da ist, und dass er diesen Alltag von innen her verwandelt; dass in diesem Alltag seine Herrlichkeit aufleuchtet: Wer das erfahren hat, der kann anderen im Alltag bezeugen: Der Herr ist da!“

Die Ankunft der ersten Mitglieder des Opus Dei in Österreich, zu der Kardinal König ermutigt hatte, fällt in das Jahr 1957. Heute ist dieses Werk mit Bildungseinrichtungen wie Studentenheimen, Jugendclubs oder Kulturzentren in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Linz, Dornbirn präsent sowie einem Tagungshaus in Dreistetten (Niederösterreich). In ganz Österreich gibt es rund 350 Mitglieder und 1.600 Mitarbeiter und Freunde des Opus Dei.

Bei der feierlichen Heiligsprechung von Josemaría Escrivá de Balaguer am 6. Oktober 2002 auf dem Petersplatz erklärte Papst Johannes Paul II. in seiner Predigt, dass der Heilige „ein Lehrer in der Praxis des Gebets“ sei, das er für die wirksamste „Waffe“ gehalten habe, um die Welt zu erlösen.

„Er empfahl stets: ‚Zuerst Gebet, dann Buße, an dritter Stelle, weit an dritter Stelle, das Tun‘ (Der Weg, Nr. 82). Es ist kein Paradoxon, sondern eine ewige Wahrheit: Die Fruchtbarkeit des Apostolats besteht vor allem im Gebet und in einem intensiven und stetigen sakramentalen Leben. Das ist im Grunde der Schlüssel der Heiligkeit und des wahren Erfolgs der Heiligen.“