Kardinal Scola trifft die Jugend der Welt

Dialog zwischen Mailänder Erzbischof und jungen Arbeitern und Studenten

Rom, (ZENIT.org) | 1026 klicks

Am Sonntag, dem 6. Januar 2013, nach der vormittäglichen feierlichen Messe zum Fest der Erscheinung des Herrn, lud Kardinal Angelo Scola, Erzbischof von Mailand, zwölf junge Studenten und Arbeiter zum gemeinsamen Mittagessen in seinem Apartment im Bischofspalast ein. Die jungen Gäste des Kardinals hatten eines gemeinsam: Sie alle leben in Mailand, stammen aber aus fernen Ländern und repräsentieren damit einen Querschnitt durch die heutige multikulturelle Gesellschaft nicht nur Mailands, sonder ganz Europas. Das erkennt man schon an ihren Namen: Karen, Brenda und Pamela (Peru), Marco, Carla, Cezcelle und Joshua (Philippinen), Wie Tian (China), Toemenye-Venunye und Tete (Togo), Adrian (Rumänien) und Olga (Ukraine).

Diese Geste des Mailänder Erzbischofs ist eine absolute Premiere. Noch nie hatte das Oberhaupt der norditalienischen Stadt ein so deutliches Zeichen zum Dialog zwischen den Kulturen gegeben. Konkreter Anlass war das Fest der Erscheinung des Herrn.

Vor dem Mittagessen hielt Kardinal Scola seinen Gästen eine kurze Ansprache: „Zwei Gründe haben in mir den Wunsch aufkeimen lassen, euch heute zu mir einzuladen. Erstens soll dieses gemeinsame Mahl mit euch, die ihr aus der ganzen Welt kommt, den universalen Charakter des Glaubens an Jesus Christus verdeutlichen, der auch im Fest seiner Erscheinung offenbar wird. Und zweitens liegt es mir am Herzen, das neue Gesicht Mailands kennen zu lernen. Und das sind junge Menschen wie ihr, die von weit her gekommen sind und aus den verschiedensten Völkern stammen.“

Das Alter der Jugendlichen lag zwischen 16 und 25 Jahren. Unter ihnen waren Schüler und Studenten, aber auch Arbeiter. Einige wurden schon in Mailand geboren, nachdem ihre Familien nach Italien gezogen waren, andere wanderten selbst aus ihren Ursprungsländern aus. Beim gemeinsamen Mittagessen mit Kardinal Scola stellte jeder der Gäste sich kurz vor und erzählt von sich und seiner Familie. Es folgte ein spontanes Gespräch über die Chancen, aber auch die Schwierigkeiten, die ein „neuer Italiener“ im Mailänder Alltag antrifft.

„Zu sagen, dass ihr die Zukunft unserer Stadt seid, wäre zu einfach und nicht ganz wahr“, sagte der Erzbischof unter anderem. „Ihr werdet ein Teil dieser Zukunft sein, wenn ihr schon heute bereit seid, die Gegenwart unserer Stadt zu beleben.“

Am Nachmittag folgte noch ein allgemeines Treffen mit den Mailändern ausländischen Ursprungs, verbunden mit einer heiligen Messe im Dom um 17:30 Uhr.