Kardinal Stanislaw Dziwisz: Johannes Paul II. "dient weiterhin der Kirche"

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ROM, 29. März 2006 (ZENIT.org).- Papst Johannes Paul II. höre nicht auf, uns im Glauben zu stärken, betonte Kardinal Stanislaw Dziwisz, als er am Montag am Grab des vor einem Jahr gestorbenen Vorgängers von Papst Benedikt XVI. die Heilige Messe feierte.



Der Erzbischof von Krakau, dem der Heilige Vater am Freitag die Würde eines Kardinals verlieh, war fast 40 Jahre lang Privatsekretär von Karol Wojtyla gewesen (vgl. Biographie).

"Wir sind uns bewusst, dass wir uns alle in der Nähe des Grabes des Apostels Petrus aufhalten – jenes Felsen, auf dem Christus seine Kirche errichteten wollte, auf dass er seine Sendung fortführe, in aller Welt die frohe Botschaft des Heils zu verkünden", fuhr Kardinal Dziwisz fort. "Wir sind uns außerdem darüber im Klaren, dass die 'Sache' Jesu von Nazareth, des Sohnes Gottes, weitergeht." Einer der ganz großen Zeugen Jesu Christi sei der Diener Gottes Johannes Paul II. gewesen, stellte Kardinal Dziwisz fest. "Vor einem Jahr haben wir seine sterblichen Überreste nur einige Schritte von hier entfernt beerdigt. Aber wir haben dieses lebendige Bewusstsein, dass er auch weiterhin sein Wort an uns richtet, dass er weiterhin der Kirche dient und dass er nicht aufhört, uns im Glauben zu stärken (…). Sein Dienst geht weiter."

Bevor er die Rückkehr in seine Heimat Polen antrat, wollte Kardinal Dziwisz "Gott in besonderer Weise dafür danken, als Erzbischof von Krakau zu denjenigen gehören zu dürfen, die unwürdige Nachfolger des heiligen Bischofs und Märtyrers Stanislaus im Kardinalskollegium geworden sind". Für dieses Amt benötige er die Hilfe Gottes. Deshalb forderte der 62-jährige Kardinal die Anwesenden auf, für ihn zu beten, und brachte dieses Anliegen "auf die Fürsprache des Diener Gottes Johannes Pauls II." auch selbst vor Gott.