Kardinal Tauran, neuer Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog

Amtsübernahme am 1. September 2007

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ROM, 25. Juni 2007 (ZENIT.org).- Kardinal Jean-Louis Tauran (64), Archivar und Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche, wird auf Wunsch von Papst Benedikt XVI. am 1. September die Leitung des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog übernehmen und in dieser Funktion Kardinal Paul Poupard (77) ablösen. Letzterer bleibt Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur.



Jean-Louis Tauran wurde am 3. April 1943 in Bordeaux (Frankreich) geboren. Nach dem Philosophie- und Theologiestudium, das er in Toulouse und Rom absolvierte, empfing er im September 1969 das Sakrament der Priesterweihe. In der Ewigen Stadt promovierte er in Kanonischem Recht und arbeitete anschließend als Kaplan in der Erzdiözese Bordeaux.

1975 trat er in den diplomatischen Dienst des Vatikans ein. Bis 1983 arbeitete er als Sekretär für die Nuntiaturen in der Dominikanischen Republik und im Libanon, von 1984 bis 1986 war er unter anderem in Haiti, Syrien und im Libanon tätig. In den achtziger Jahren gehörte er der Delegation des Heiligen Stuhls bei der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa an.

1990 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularerzbischof und zum Sekretär in der Abteilung für die Auswärtigen Beziehungen des Vatikans. Im Konsistorium des Jahres 2003 verlieh er ihm die Kardinalswürde.

Wie der Heilige Stuhl am Montag berichtete, wird Bischof Raffaele Farina SDB, Präfekt der Apostolischen Bibliothek des Vatikans, das Erbe von Kardinal Tauran als Archivar und Bibliothekar antreten und zugleich in den Rang eines Erzbischofs erhoben. Sein bisheriger Aufgabenbereich wird Monsignore Cesare Pasini übertragen.