Kardinal Vlk warnt vor allgemeinem Erkalten von Liebe und Solidarität

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PRAG, 4. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Kardinal Miroslav Vlk, Erzbischof von Prag, hat in diesen Tagen davor gewarnt, das Liebe und Solidarität erkalten. Diese „Abkühlung“ sei gefährlicher als die vielerorts thematisierte globale Erwärmung, gab er zu bedenken.



Auf Einladung des Kardinals waren 43 Hirten aus 18 Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften zu einem jährlichen Treffen in der tschechischen Hauptstadt zusammengekommen. Die Bischöfe, allesamt Freunde der katholischen Fokolar-Bewegung, befassten sich mit dem Thema Communio-Spiritualität, das in ihren Augen zur Förderung der Ökumene im 21. Jahrhundert notwendig ist.

Priester und Laien, die im Geist der Fokolar-Bewegung leben, gaben Zeugnisse aus der Zeit der Verfolgung der Kirche in der ehemaligen Tschechoslowakei. Ferner wurden die Ergebnisse der Dritten Ökumenischen Europäischen Versammlung im rumänischen Sibiu/Hermannstadt analysiert.

Kardinal Vlk hob hervor: „Wir sorgen uns um die weltweite Erwärmung des Planeten, dabei haben wir es mit dem Erkalten von Liebe und Solidarität zu tun, was wesentlich gefährlicher ist.“

Seine Erfahrungen während des Treffens in Prag umschrieb er mit folgenden Worten: „Wir schaffen einen ‚Dialog des Lebens‘. Wir betonen das, was uns vereint – angefangen bei der Taufe – und ignorieren dabei nicht die bestehenden Probleme... Aber wir sind davon überzeugt, dass sie durch die Liebe des Evangeliums, durch die Liebe zum gekreuzigten und verlassenen Jesus gerwandelt werden können.“