Kardinal Zen plädiert für langfristige Hilfen beim Wiederaufbau in China

Hilfen im Erdbebengebiet sind angelaufen

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MAILAND, 14. Mai 2008 (ZENIT.org).- Während sich die Kirche in China organisiert, um den Opfern des Erdbebens vom vergangenen Montag zu helfen, weist der katholische Oberhirte von Hongkong darauf hin, dass ein langfristiger Plan notwendig sei, um auf diese Katastrophe zu antworten.

Kardinal Joseph Zen, der sich derzeit in Italien aufhält, sprach mit Pressevertretern über das Beben in der südwestlichen Provinz Sichuan, das die Stärke 7.9 Einheiten auf der Richterskala erreichte. Man geht davon aus, dass mehrere Zehntausende von Menschen den Tod gefunden haben.

Kardinal Zen drückte seine Trauer angesichts des „Verlustes so vieler Menschenleben" aus und betonte: „In Hongkong werden wir alles tun, was man in einer solchen Situationen tun kann: Wir werden uns in Bewegung setzen, um der betroffenen Bevölkerung Soforthilfe anzubieten, und die katholische Gemeinschaft aufrufen, Spendensammlungen für die Nothilfe zu starten."

Diese Hilfen würden dann durch die Caritas und das Rote Kreuz nach China gesandt. „Was wichtig ist, wenn diese Art von Katastrophen passieren, ist, sie nicht zu schnell zu vergessen, da es eine lange Zeit braucht, bis die Menschen in diesen Regionen wieder normal leben können."

Kardinal Zen leitete gestern in Mailand eine Gebetsvigil für China und die Kirche in diesem Land.

Die Nachrichtenagentur „Fides" berichtet, dass 40 Kirchen in der Diözese Cheng Du durch das Erdbeben beschädigt oder zerstört wurden. In der Diözese Chong Qing erlitten weitere zehn schwere Schäden. Drei weitere wurden im Bistum Nan Chong zerstört.

Die entsprechenden Stellen der Caritas arbeiten über „Jinde Charities". Diese Organisation kennt die Region gut und hat in dem Erdbebengebiet bereits in den vergangenen Jahren Nothilfe geleistet, zuletzt nach dem schweren Wintereinbruch des Jahres 2007. Christliche Hilfsorganisationen sind in der Lage, über ihre kirchlichen Strukturen vor Ort auch in den unzugänglichen Gebieten der Bergregion zu helfen.

Viele Dörfer sind nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten und nur zu Fuß zu erreichen, berichtete heute die Caritas. Unzählige Opfer sind noch verschüttet und müssen dringend geborgen werden. Die Caritas rechnet damit, dass die Opferzahlen weiter steigen werden.