Kardinalskommission soll die Leaks im Vatikan finden

Der spanische Kardinal Herranz soll den Vorsitz des Gremiums übernehmen

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VATIKANSTADT, 26. April 2012 (ZENIT.org). - Einer heutigen Meldung aus dem Vatikanischen Staatssekretariat zufolge hat Benedikt XVI. eine Kardinalskommission ernannt, die im Zusammenhang mit den  jüngsten Fällen des Durchsickerns vertraulicher Dokumente an die Presse Ermittlungsarbeit leisten soll.

In einer kurzen Stellungnahme gab das Sekretariat bekannt, dass der Heilige Vater die Einsetzung einer Kommission von Kardinälen angeordnet habe, die maßgebliche Untersuchungen durchführen und Licht in diese Vorkommnisse bringen solle.

Die Kommission werde kraft ihres päpstlichen Auftrages auf allen Eben ermitteln.

Die Kommission setzt sich aus drei emeritierte Kardinälen zusammen: Kardinal Julián Herranz, emeritierter Präsident des Päpstlichen Rates für die Interpretation von Gesetzestexten, Kardinal Jozef Tomko, emeritierter Präfekt der Kongregation für di Evangelisation der Völker, sowie Kardinal Salvatore De Giorgi, emeritierter Erzbischof von Palermo, Italien.

Wie der Vatikan berichtete, fand die erste Sitzung der Kommission am Dienstag statt. Dabei wurden Methoden und ein Zeitplan für die Arbeiten festgelegt.

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]