Karfreitag-Kreuzweg stellt die Frage nach dem Leid in der Welt

Meditationen zur Andacht im Kolosseum stammen von Erzbischof Menamparampil (Indien)

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ROM, 7. April 2009 (ZENIT.org).- Die Betrachtungen zum Kreuzweg im Kolosseum, dem Papst Benedikt XVI. am Karfreitag (10. April) vorstehen wird, werden die Frage nach dem Bösen, dem Leiden und den verschiedenen Formen des Schmerzes in der Welt thematisieren. Das kündigte heute das Pressebüro des Heiligen Stuhls an.



Die Gedanken zu den einzelnen Kreuzweg-Stationen stammen in diesem Jahr von Msgr. Thomas Menamparampil SDB, dem Erzbischof der 1995 errichteten indischen Erzdiözese Guwahati. Er wird nach Angaben des Vatikans auf das Leiden der verfolgten Christen in Indien und anderen Teilen der Welt aufmerksam machen. Außerdem wird der Erzbischof auf die Gewalt eingehen, die ganze Volks- und Religionsgruppen zerstört, sowie auf Konflikte, die aus wirtschaftlichen Gründen geführt werden.

Erzbischof Menamparampil schreibt, dass die verschiedenen Formen des menschlichen Leidens ein „Zeichen für die Gegenwart des Kreuzes Christi in unserem Leben“ sind.

Das Thema der Christenverfolgung stand auch im vergangenen Jahr im Mittelpunkt der traditionellen Kreuzweg-Andacht im Kolosseum. Damals hatte der Hongkonger Bischof Kardinal Joseph Zen Ze-kiun SDB die Meditationstexte verfasst, die insbesondere die Situation in China beleuchteten.

Papst Benedikt XVI. möchte somit nach 2008 auch in diesem Jahr die Aufmerksamkeit der Gläubigen auf den asiatischen Kontinent lenken.