Karmel erlebt Aufschwung in Südostasien

Neugründungen in Vietnam, Kambodscha, Taiwan, Singapur und Malaysia

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ROM, 4. Mai 2007 (ZENIT.org).- Eine große Dynamik erlebt der Karmel in Südostasien. Davon überzeugte sich P. Luis Aróstegui Gamboa OCD, Generaloberer des Teresianischen Karmels, in den vergangenen beiden Monaten bei seinem Besuch in Vietnam, Kambodscha, Taiwan, Singapur und Malaysia.



Die genannten Länder, die von der Globalisierung und vom Trend zur Öffnung nach außen geprägt sind, erleben einen großen Zuwachs an Berufungen.

Im Vietnam gibt es derzeit vier Klöster der Unbeschuhten Karmelitinnen, die sich eines unvergleichlichen Aufschwungs an Berufungen erfreuen. Sie hoffen, von der Regierung die Erlaubnis für Neugründungen zu erhalten. Auch wenn es in dem kommunistischen Land noch kein Kloster für den männlichen Ordenszweig gibt, haben vier Vietnamesen, die ihre Ausbildung auf den Philippinen erhalten, bereits ihre Einfache Profess abgelegt.

In Kambodscha bemühen sich gegenwärtig fünf Karmelitinnen aus Korea um die Gründung eines Klosters, und in Taiwan gibt es zwei Klöster des männlichen und zwei des weiblichen Zweigs (ein kleines Haus für die Ausbildung und ein anderes kleines Haus mit einer Pfarre).

Sowohl in Singapur als auch in Malaysia zeichnen sind die Kommunitäten der Teresianischen Karmelgemeinschaft durch große Vitalität aus. Die Christen in diese Gegenden, genauso wie im Vietnam, verfügen in der Regel über einen tiefen Glauben und eine großherzige Treue.

Im Ausbildungshaus der Karmels in Singapur wohnen neben Einheimischen auch Ordensleute aus Malaysia, Thailand und Birma (Myanmar).

Diejenigen, die in Taiwan, Singapur und Malaysia den Weg zum Karmel finden, sind großteils chinesischer Herkunft. Dadurch geben sie Anlass zu einer besonderen Hoffnung für die Zukunft: dass sie nämlich in günstigeren Zeiten zu den ersten gehören könnten, die ihren Landsleuten das Evangelium verkünden.

In Malaysia bestehen vier Gemeinschaften der Karmelitinnen: eine auf der Halbinsel von Malaca (nahe der Hauptstadt Kuala Lumpur), die drei übrigen auf dem zu Malaysia gehörenden Teil der Insel Borneo.

Alle Gemeinschaften des Teresianischen Karmels seien aufgrund der großen territorialen Ausdehnung zur Zusammenarbeit aufgerufen, erklärte der Generalobere der Ordensfamilie nach seiner Rückkehr in Rom. Das Terrain sei äußerst vielversprechend. Allerdings benötigten die jungen Ordensangehörigen in Südostasien die Hilfe des Ordens, „damit sie durch die geistige, theologische und pastorale Ausbildung in ihrer Berufung gefestigt werden.“