Katakomben-Studie erhält Preis der Päpstlichen Akademien 2007

Papst Benedikt XVI. gratuliert dem Wissenschaftler

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ROM, 13. November 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat Antongiulio Granelli zu seiner Doktorarbeit gratuliert. Die Arbeit zum Thema „Il Cimitero di Panfilo sulla via Salaria vetus a Roma“ („Die Katakomben des Pamphilus auf der antiken römischen Straße Salaria“) wurde am Donnerstag mit dem diesjährigen Preis der Päpstlichen Akademien ausgezeichnet. Erzbischof Fernando Filoni, Substitut im vatikanischen Staatssekretariat, überbrachte zum feierlichen Anlass eine Grußbotschaft des Heiligen Vaters.



Benedikt XVI. hebt in seinem Schreiben hervor, dass die akademische Abhandlung Granellis „die kaum erforschten Katakomben des Pamphilus, die sich an einem bedeutenden Knotenpunkt christlichen Zeugnisses befinden, in einer eingehenden interdisziplinären Untersuchung erörtert“.

Den jährlichen „Preis der Päpstlichen Akademien“ gibt es seit 1996. Papst Johannes Paul II. hatte die Auszeichnung eingeführt, um die Forschung und das Engagement junger Akademiker und jener Institutionen zu fördern, deren Tätigkeit zur Schaffung eines christlichen Humanismus beiträgt.

In seiner Dankesrede bezeichnete Granelli seine Forschungen als eine „faszinierende Erfahrung der Annäherung an die Einstellung, mit der der Christ dem Tod und der Wandlung seines alten Lebens begegnete“. Im Bewusstsein der geteilten Gefühle und des gemeinsamen Glaubens werde man in den Katakomben des heiligen Pamphilus sogar noch „lebendiger“.

Der Sekretär des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie, Olof Brandt, erläuterte gegenüber ZENIT, dass die Bedeutung der Pamphilus-Katakomben auf der Tatsache beruhe, dass das dortige Grab nachweislich dem Märtyrer gehört.

Granelli erklärte im Gespräch mit ZENIT, dass er zur Vorbereitung seiner Doktorarbeit „viele Stunden in einem dunklen und engen Raum“ verbracht habe. Sein Werk befasse sich mit dem gesamten Umfang der Katakomben, beinhalte eine topographische Studie und auch eine Untersuchung der verschiedenen Niveaus der Friedhofsschächte.

Seine Forschungsarbeit verfolge die Absicht, „Licht auf den Märtyrer zu werfen, über den wenig bekannt ist, der aber diesen Katakomben ihren Namen verliehen hat“. Ferner bedauere er, dass archäologische Studien in Italien selten finanziell unterstützt würden. Man arbeite also „leidenschaftlich und in der Hoffnung, auf diesem wunderschönen Gebiet einen Durchbruch zu erzielen“.