Katholiken und Juden gemeinsam gegen Christenverfolgung und Antizionismus

Gemeinsame Erklärung nach Konferenz in Paris

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ROM/ PARIS, 4. März 2011 (ZENIT.org).- Der Internationale Katholisch-Jüdische Ausschuss für Zusammenarbeit ist über wiederholte Vorkommnisse von religiös motivierter Gewalt und Terrorismus zutiefst besorgt. In einer Erklärung zum Abschluss seines 21. Treffens heißt es, die "im Namen Gottes" verübten Gewaltakte schließen immer häufigerer Angriffe auf Christen und Rufe nach Vernichtung des Staates Israel mit ein. Der Ausschuss hielt von Sonntag bis Mittwoch in Paris seine Begegnung ab.

Die Konferenzteilnehmer beschäftigten sich mit den derzeitigen Ereignissen in Nordafrika und im Nahen Osten, wo Millionen von Menschen ihr Verlangen nach Würde und Freiheit zum Ausdruck bringen. "In vielen Teilen der Welt werden Minderheiten, besonders religiöse Minoritäten, diskriminiert und durch ungerechte Einschränkungen ihrer Religionsfreiheit bedroht oder sind gar Verfolgung und Mord ausgesetzt", steht in der Resolution vom Donnerstag.

Die Zusammenkunft stand unter dem Motto "Vierzig Jahre des Dialogs - Überlegungen und Zukunftsperspektiven". In der Erklärung schreiben sie weiter, die Konferenz habe sich mit den positiven Beziehungen beschäftigt, die mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Verkündung der Erklärung "Nostra Aetate" von 1965 über die Beziehungen der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen begonnen hätten.

Eines der wesentlichen Ergebnisse der Konferenz sei die Vertiefung der persönlichen Beziehungen und des gemeinsamen Wunsches, zusammen die enormen Herausforderungen zu begegnen, die Katholiken und Juden gleichermaßen in einer Welt des schnellen und unvorhersehbaren Wandels ausgesetzt seien. (mk)