Katholikentag 2006 in Saarbrücken: Beichtmobil und Podiumsdiskussion über die Kirche in China

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MÜNCHEN, 17. Mai 2006 (ZENIT.org).- Das internationale pastorale Hilfswerk Kirche in Not wird den Besuchern des 96. Deutschen Katholikentags, der vom 24. bis zum 28. Mai in Saarbrücken stattfindet, einen "fahrenden Beichtstuhl" zur Verfügung stellen und außerdem eine Podiumsdiskussion über die Kirche in China organisieren. Bischof Dr. Reinhard Marx von Trier hofft, dass das bevorstehende Großereignis insbesondere auf das karitative und politische Engagement der Gläubigen "längerfristige positive Auswirkungen" haben und zu einer Neubesinnung auf die christlichen Wurzeln Europas beitragen wird (vgl. ZENIT vom 20. März).



Bei dem Beichtmobil handelt es sich um einen zum Beichtstuhl umgebauten VW-Bus. Nach Worten Papst Johannes Pauls II. schenkt dieses einzigartige Gefährt "Kirche in Not" die Möglichkeit, "auf den Spuren Ihres Gründers Pater Werenfried van Straaten die frohe Botschaft von der verzeihenden Liebe des Herrn zu den Menschen bringen". Der Geistliche Leiter des Hilfswerks, Pater Hermann-Josef Hubka, wird darin den interessierten Katholikentag-Besuchern das Sakrament der Beichte spenden oder geistlichen Rat erteilen. Das Beichtmobil steht am Ende der Bahnhofstraße Richtung St. Johanner Markt, dem zentralen Marktplatz Saarbrückens, und ist am Donnerstag, dem 25. Mai, von 12.00 bis 20.00 Uhr, am Freitag von 10.00 20.00 Uhr und am Samstag von 10.00-18.00 Uhr geöffnet.

Zum Thema "Chinas Christen zwischen Hoffnung und Bedrängnis" wird am Abend des 25. Mai im Großen Saal der Arbeitskammer, Fritz-Dobisch-Straße 6-8, eine Podiumsdiskussion stattfinden, bei der sich der chinesische Priester Franz Geng Zhanhe, Katharina Feith vom katholischen China-Zentrum in Sankt Augustin, Karl Hafen von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sowie der Münchner Journalist Michael Leh unter der Leitung des Journalisten Michael Ragg mit Fragen zur gegenwärtigen und zukünftigen Situation der Christen in der Volksrepublik China befassen werden. Zur Sprache kommen sollen unter anderem die Spaltung der Kirche in China (staatstreue Patriotische Vereinigung, romtreue Untergrundkirche) sowie die Bemühungen des Heiligen Stuhls, mit der Pekinger Regierung diplomatische Beziehungen herzustellen. Die Expertenrunde wird auch auf die Lage der Christen in Hongkong und Taiwan eingehen.