Katholische Frauen wenden sich gegen Abtreibungspropaganda

Dachverband: UN-Konvention wird zur Förderung von Gewalt mißbraucht

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ROM, 25. November 2009 (ZENIT.org).-Vertreterinnen katholischer Frauenorganisationen aus 25 Ländern haben in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau kritisiert, weil darin Abtreibung propagiert wird. Stellvertretend forderte Karen Hurley, Präsidentin der Weltunion Katholischer Frauenorganisationen, die UNO auf, unschuldige Frauen und Kinder endlich konkret vor Gewalt zu schützen. Die Verbandschefin beklagt in ihrem Brief den Missbrauch der Konvention, die abgekürzt CEDAW genannt wird.

Die ursprünglich gute Absicht, Frauen zu schützen, verkehre sich dabei ins Gegenteil. „CEDAW wird als ein Instrument missbraucht, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen, gegen Mütter und kleine Kinder zu fördern. Dadurch, dass ein legaler Zugang zu Abtreibung gefordert wird und auf Länder Druck ausgeübt wird, Abtreibung zuzulassen und zu bezuschussen, Verhütung zu propagieren, sowie gleichgeschlechtlichen Verbindungen medizinisch zu ermöglichen, Kinder zu haben, sowie andere unmoralische Schritte, die das Gott gegebene Naturrecht missachten."

Hurley schrieb, ihr Verband hinterfrage und entlarve die doppeldeutige Sprache gerade in Bezug auf solche Themen wie „Gender, reproduktive Gesundheit, freie Wahl oder Rechte". „Wir raten Ihnen dringend, Entscheidungen zu treffen und konkrete Schritte zu unternehmen, um Gewalt, die gegen Frauen jedes Alters und in jeder Phase ihres Lebens ausgeübt wird, auszumerzen, und die vollkommene Achtung vor der Würde der Frau zu fördern." Es müsse weltweit die Achtung vor der Würde zunehmen, mit der der Schöpfer die Frau ausgestattet habe.

Der Brief war nach einem Vorstandstreffen der Weltunion Katholischer Frauenorganisationen in Rom abgeschickt worden, in dessen Rahmen die Teilnehmerinnen auch das Staatssekretariat und den Päpstlichen Rat für die Laien besuchten. Die Frauen waren unter dem Motto „Die menschliche Entwicklung - Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit" zusammen gekommen. Unter den Rednern, die bei der Begegnung sprachen, war Professor Thomas Williams von der Universität Regina Apostolorum in Rom. Der Legionär Christi sprach über das Gewissen, ein Thema, über das er bereits mehrere Bücher veröffentlicht hat. Darüber hinaus zeigte Monsignore Carlos Antonio Simon Vazquez, Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Familie, Agenden der UNO auf, die gegen das Naturrecht gerichtet sind.

Die Präsidentin und die Generalsekretärin sind anschließend im Rahmen der wöchentlichen Audienz Papst Benedikt XVI. begegnet, der die Arbeit des Verbandes lobte. Die Weltunion plant im nächsten Jahr eine Hundertjahrfeier vom 5. bis 11. Oktober im Heiligen Land, unter dem Motto „Ihr werdet meine Zeugen sein" aus der Apostelgeschichte (Apg, 1,8). (mk)