"Katholische öffentliche Büchereien sind unverzichtbar"

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zum Buchsonntag 2009

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BONN, 7. November 2009 (ZENIT.org/dbk.de).- Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, hat zu verstärktem Engagement in der Leseförderung aufgerufen. Anlässlich des "Borromäus-Buchsonntags" am 8. November, der von der Deutschen Bischofskonferenz bereits 1925 eingeführt wurde, ermutigt der Erzbischof, das Lesen als grundlegende Kulturtechnik auch künftigen Genera¬tionen zu vermitteln. Eine besondere Rolle komme dabei den vielfältigen kirchlichen Bibliotheken zu, so Erzbischof Zollitsch.

"Neben den bedeutenden wissenschaftlichen Bib¬liotheken in Trägerschaft der Orden, Diözesen und kirchlichen Einrichtungen stellen gerade die katholischen öffentlichen Büchereien in rund 4.500 Pfarr¬gemeinden bundesweit ein unverzichtbares Angebot dar."

Vor allem seien es die rund 35.000 Ehrenamtlichen, die sich um die Gemeindebüchereien ver¬dient machten, sagte Zollitsch. "Die beiden katholischen Büchereiverbände, Borromäusverein e. V. in Bonn und St. Michaelsbund Landesverband Bayern e. V., bieten mit ihren Medienempfehlungen und Bildungsangeboten eine fun¬dierte Grundlage, um Büchereien zu Orten der Kommunikation zu machen. Hier geschieht Leseförderung im besten Sinne."

Der Buchsonntag (8. November 2009) fällt in diesem Jahr zwischen den Starttermin der Bibliothekskampagne "Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek" des Deutschen Bibliotheksverbandes (6.11.) und den bundesweiten Vorlesetag, der am 13. November begangen wird. Träger ist die Stiftung Lesen, in der die Deutsche Bischofskonferenz seit vielen Jahren aktives Mitglied ist. "Zu beiden Aktivitäten tragen unsere Büchereien und auch Kindergärten sowie Tagesstätten wesentlich bei. Die kirchliche Veranstaltungsarbeit bringt sich selbstverständlich in allgemeine Akzentsetzungen gesellschaftlicher Akteure ein", so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.