Katholische und jüdische Kirchenoberhäupter üben Kritik am Vandalismus im Nahen Osten

Das religiöse Forum reagiert auf die Angriffe auf Kirchen und Moscheen

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WASHINGTON, D.C., 6. November 2012 (ZENIT.org). ‑ Angesichts der gegen religiöse Gemeinden verübten Gewaltakte, insbesondere der jüngsten Angriffe auf christliche Kirchen und muslimische Moscheen in Israel, äußerten jüdische und katholische Oberhäupter ihre Besorgnis.

Während der im Oktober 2012 am St. Mary’s Seminar in Baltimore durchgeführten halbjährlichen Konsultationen der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) und dem nationalen Synagogenrat (NCS), stand im Mittelpunkt der Diskussionen die Notwendigkeit, religiös motivierte Gewalt strafrechtlich zu belangen und der Lehre der Missachtung anderer Religionen durch die Streichung dieses Elementes aus den Büchern und von den Lehrplänen ein Ende zu setzen.

Den Vorsitz der Gespräche übernahmen Rabbi David Straus vom „Main Line Reform Temple“ in Philadelphia, der Erzbischof von Atlanta, Wilton Gregory, sowie Bischof Denis Madden, Weihbischof von Baltimore und Vorsitzender des Komitees für ökumenische und interreligiöse Aktivitäten der USCCB.

In seinem Vortrag mit dem Titel: „A Jewish Perspective of Religion in the Public Square“ („Religion im öffentlichen Raum aus jüdischer Perspektive“) thematisierte der Anwalt aus Washington Nathan Lewin Fragen wie beispielsweise das Recht eines orthodoxen Judens, während des Wehrdienstes eine Kippa zu tragen, das Recht die Menorah oder ähnliche religiöse Symbole auf öffentlichem Eigentum zur Schau zu stellen, sowie den Stellenwert der Religion bei der Erziehung. Lewin äußerte seine Ablehnung jeglicher Versuche der Regierung, Krankenhäuser und religiöse Einrichtungen dazu zu zwingen, gegen ihre Überzeugung zu handeln, um Staatliche Zuschüsse zu erhalten.

Die zweitägige Verantstaltung endete mit einem theologischen Programmpunkt. Dabei ging eine Gruppe von Bibelstudenten der Frage der Bedeutung des „Bundes“ in der jüdischen und der katholischen Tradition auf den Grund. Die Leitung dieser Gruppe übernahmen Rabbi David Sandmel von der Katholischen Theologischen Vereinigung in Chicago und Robert Miller von der Catholic University of America (CUA).

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]