Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz

Tamara Bach ist Preisträgerin 2013

Bonn, (ZENIT.orgDBK PM) | 783 klicks

Die deutsche Autorin Tamara Bach erhält den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz für das im Carlsen Verlag erschienene Buch „Was vom Sommer übrig ist“. Die Jury unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat das diesjährige Preisbuch aus 233 Titeln, die von 70 Verlagen eingereicht wurden, ausgewählt.

Der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis wird in diesem Jahr zum 24. Mal vergeben. Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), nimmt die Auszeichnung der Preisträgerin vor. Die Verleihung findet am 30. April 2013 im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart statt.

Zum Buch

Die Kindheit gilt als Zeit, in der das Wünschen noch geholfen hat. Für Louise und Jana ist diese Zeit jedoch vorbei: Jana wird 13 Jahre alt, ihre Eltern aber vergessen ihren Geburtstag. Die 17jährige Louise hat ein bitteres Schuljahr hinter sich. Für sie stimmt nichts in diesem Sommer. Die auf den ersten Blick ungleichen Mädchen leben beide im Schatten eines Krankenhauses: Louises Eltern arbeiten dort und versuchen, ihre Dienste so einzuteilen, dass immer einer der beiden zu Hause bei der Tochter ist. Die Dienstzeiten und die daraus resultierende Erschöpfung führen jedoch dazu, dass Louise allein mit meist schlafenden und schweigenden Eltern lebt. Janas Eltern hingegen sprechen sehr wohl. Allerdings vor allem mit Janas Bruder, der in diesem Krankenhaus im Koma liegt – seit jener Sache ...

Als die beiden Mädchen aufeinandertreffen, löst ihre Begegnung eine Lawine von Wünschen und Träumen aus. Das gemeinsam erlebte Glücklichsein ermöglicht es Louise, Jana aus ihrer Einsamkeit herauszulocken. Die beiden Mädchen sind einander Halt und Trost, sie schaffen Verbundenheit und Zugehörigkeit.Selten wurde das Motiv des Tröstens und getröstet Werdens so ergreifend erzählt.

Die junge deutsche Autorin Tamara Bach lässt die inneren Stimmen der beiden Mädchen wie zwei Melodien klingen, die ineinander greifen und letztlich zu einer Melodie verschmelzen. Das Gefühl des Verlassenseins als tiefgreifende schmerzliche Erfahrung wird überführt in ein Miteinander, das Einsamkeit aufhebt und Leben wieder in Bewegung bringt.

Zur Autorin

Tamara Bach wurde 1976 in Limburg an der Lahn geboren und wuchs in Ludwigshöhe in Rheinland-Pfalz auf. 1993 und 1995 nahm sie am renommierten „Treffen Junger Autoren“ teil, auf dem sie auch ausgezeichnet wurde. Sie studierte Germanistik und Anglistik für das Lehramt in Mainz und Berlin. Neben ihrem Studium arbeitete sie für das Fernsehen und entwickelte Jugendtheaterstücke. Ihr erstes Buch „Marsmädchen“ wurde 2002 als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und erhielt außerdem 2004 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Heute lebt und schreibt Tamara Bach in Berlin.