Kaukasus-Konflikt: Benedikt XVI. fordert rasche humanitäre Hilfe

Aufruf zum großherzigen Einsatz für die Not leidende Bevölkerung

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ROM, 18. August 2008 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat die Einrichtung eines humanitären Korridors für die Opfer des Kaukasuskrieges gefordert. Nach dem traditionellen Angelusgebet in Castel Gandolfo brachte der Heilige Vater gestern, Sonntag, seine Aufmerksamkeit und Sorge für die Situation in Georgien zum Ausdruck.



Benedikt XVI. gedachte der Opfer des Konflikts und richtete den Trauernden sein Beileid aus. An die internationale Gemeinschaft und die beteiligten Seiten appellierte er, „die schweren Leiden der Flüchtlinge, vor allem die der Frauen und Kinder, denen es sogar am Notwenigsten zum Überleben fehlt“, großherzig zu lindern.

Der Papst forderte, dass ohne weitere Verzögerung humanitäre Korridore zwischen der Region Südossetien und dem übrigen Georgien geöffnet werden müssten. Darüber hinaus sei es erforderlich, den ethnischen Minderheiten, die in den Konflikt verwickelt sind, Unversehrtheit und jene grundlegenden Rechte zu garantieren, die niemals mit Füßen getreten werden dürften.

Abschließend verlieh Papst Benedikt XVI. seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich der derzeitige Waffenstillstand, der dank des Beitrags der Europäischen Union zustande gekommen ist, konsolidieren möge und einen dauerhaften Frieden ermögliche. „Ich fordere die internationale Gemeinschaft dazu auf, weiterhin ihre Unterstützung anzubieten, um durch den Dialog und den gemeinsamen guten Willen zu einer dauerhaften Lösung zu gelangen.“