Kein Geschäft am 8. Dezember: Kardinal Schönborn dankt „Billa“-Konzern

„Ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht“

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WIEN, 23. November 2007 (ZENIT.org).- Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn begrüßt den Entschluss des „Billa“-Vorstands, am 8. Dezember, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens, die Supermärkte nicht zu öffnen.



„Es gibt immer wieder Zeichen, die Hoffnung machen. Der Entschluss der größten Supermarktkette Österreichs, am Marienfeiertag - heuer noch dazu ein Samstag – nicht offen zu halten, gehört zu diesen ‚Zeichen der Hoffnung‘“, erklärte der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz, der sich gegenwärtig in Rom aufhält, wo er am Samstag und am Sonntag am zweiten Konsistorium in diesem Pontifikat teilnehmen wird. Benedikt XVI. wird 23 Hirten in den Kardinalsrang erheben.

Die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien hat mit Blick auf den Marienfeiertag die Aktion „08.12 statt 08/15 - Verschnaufen vom Kaufen“ ins Leben gerufen.

Kardinal Schönborn dankte nach Angaben der Pressestelle der Erzdiözese Wien der „Billa“-Geschäftsleitung „für diesen mutigen Entschluss“ und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht. Ich freue mich insbesondere, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses großen Unternehmens ermöglicht wird, den 8. Dezember wirklich als Feiertag zu begehen.“

Die Menschen seien „mehr als Produzenten und Konsumenten“, fuhr der Kardinal fort. „Sie sind vor allem Glaubende, Hoffende, Liebende; sie brauchen Zeiten der Besinnung und der Ruhe.“

Die Adventzeit sollte eigentlich die „stillste Zeit im Jahr“ sein, so Kardinal Schönborn. „Davon sind wir weit entfernt. Aber es ist schön, wenn ein großes, erfolgreiches Unternehmen einen Beitrag leistet, damit diese wunderbare Zeit der Erwartung und der Hoffnung wieder etwas von ihrem ursprünglichen Charakter zurückgewinnt.“

Im Advent gehe es auch „um die menschliche Zuwendung, vor allem zu den Kindern und zu den Älteren. Das geht nicht im großen Stress, dazu braucht es Ruhe und die Möglichkeit, inne zu halten. Wer diesem Ziel dient, dem wird es nicht an Segen fehlen.“