Keine Katholizität ohne marianische Besinnung

Marianische Männerkongregation aus Regensburg bei Papst Benedikt

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VATIKANSTADT, Samstag, 28. Mai 2011 (ZENIT.org/Radio Vatikan). - An diesem Samstag empfing Papst Benedikt XVI. eine 20-köpfige Abordnung der Marianischen Männerkongregation aus Regensburg in Audienz. Er selber ist seit 70 Jahren Mitglied bei der Marianischen Männerkongregation und seinerzeit nach eigenem Bekunden 14-jährig mit großer Überzeugung eingetreten. Vor 70 Jahren lebte Joseph Ratzinger  im erzbischöflichen Studienseminar Sankt Michael in Traunstein.

„Nun, es war damals eine dunkle Zeit – es war Krieg, Hitler hatte hintereinander Polen, Dänemark, Norwegen, die Benelux-Staaten, Frankreich niedergeworfen und im April 1941 dann, gerade in dieser Zeit vor 70 Jahren, Jugoslawien und Griechenland besetzt. Der Kontinent schien in den Händen dieser Macht, die zugleich dem Christentum die Zukunft streitig machte. Wir waren in die Kongregation aufgenommen, aber alsbald danach begann der Krieg gegen Russland, dann wurde das Seminar zerstreut und die Kongregation – ehe sie sich vereinigt hatte, versammeln konnte – war auseinander gerissen, in alle Winde hinein. So ist sie als äußeres Datum im Leben nicht fortgegangen, aber als inneres Datum ist sie geblieben, denn immer war klar, dass Katholizität ohne marianische Besinnung nicht sein kann, und dass Katholisch-Sein Marianisch-Sein heißt; dass es die Liebe zur Mutter bedeutet; dass wir in der Mutter und durch die Mutter den Herrn finden“, so der Papst in seiner Ansprache.

Besonders in seinen Begegnungen mit Bischöfen aus aller Welt bei den Ad-limina-Besuchen erlebe er, dass die Menschen „der Mutter vertrauen können, die Mutter lieben können und durch die Mutter dann auch Christus kennen und verstehen und lieben können; wie immer noch die Mutter den Herrn zur Welt bringt, wie Maria immer noch Ja sagt und Christus in die Welt hereinträgt.“

Maria sei „die große Glaubende“, hob der Papst hervor.

„Sie hat die Sendung Abrahams, Glaubender zu sein, aufgenommen und den Glauben Abrahams im Glauben an Jesus Christus konkretisiert, und so uns allen den Weg des Glaubens gewiesen, den Mut, sich dem Gott anzuvertrauen, der sich in unsere Hände gibt, die Freude, zu ihm zu stehen. Und dann eben auch wirklich ihre Entschiedenheit standzuhalten, wo die anderen fortgelaufen sind, den Mut, zum Herrn zu stehen, wo er verloren schien, und gerade so das Zeugnis abzulegen, das dann in das Osterfest hinüberführte.“

Er sei dankbar zu hören, so der Papst, dass es in Bayern 40.000 Mitglieder der marianischen Kongregation gebe. 40.000 Männer, die „mit Maria den Herrn lieben…und die immer wieder neu zeigen, dass Glaube nicht der Vergangenheit angehört, sondern immer ein Heute, vor allem aber ein Morgen eröffnet.“

Prominentestes Mitglied ist wohl Prinz Albert von Thurn und Taxis. Als Chef des Hauses Thurn und Taxis ist er Rechtsritter des Konstantinischen Militärischen Ordens des Heiligen Georg und wurde bereits 2005 als Sodale in die Marianische Männerkongregation in Regensburg aufgenommen, in der zuvor schon zahlreiche frühere Fürsten von Thurn und Taxis Mitglieder waren.