Keine Öffnung gegenüber Wiederverheirateten

Der Heilige Stuhl dementiert ein Schreiben der Diözese Freiburg

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 465 klicks

Es werde keine Öffnung der Sakramente in der deutschen Kirche gegenüber Wiederverheirateten geben. Der Heilige Stuhl dementiert damit eine angenommene Wendung in der katholischen Kirche in Deutschland, nachdem „Der Spiegel Online“ am 7. Oktober einen Artikel über ein Dokument der Diözese Freiburg veröffentlich hatte, indem es um die Rolle der wiederverheirateten Geschiedenen in der katholischen Kirche ging.

In einer Pressemitteilung ließ der Direktor der Pressestelle des Vatikans, Pater Federico Lombardi, verlauten, dass sich nichts ändern werde und es keine Neuigkeiten für wiederverheiratete Geschiedene gebe. Das veröffentlichte Dokument stamme aus einer örtlichen Pastorale und unterstehe nicht der Verantwortung des Bischofs und Vorsitzendem der Bischofskonferenz, Msgr. Robert Zöllitsch. Es handle sich demnach, so Lombardi, um eine Flucht nach vorne, die nicht offiziell von der Diözese abgesegnet worden sei.

Im letzten Jahr hatten in Freiburg 120 Priester ein Dokument unterschrieben, das ihr Nichteinverständnis gegenüber der Ablehnung der Kommunion gegenüber wiederverheirateten Geschiedenen zum Ausdruck brachte.